Was darf eine NLP Ausbildung kosten?

Vorab: NLP kann man nicht “kaufen”. Wie erfolgreich und glücklich Du durch NLP wirst hängt nicht davon ab, wieviel Geld Du dafür bezahlst. Allerdings kostet so eine NLP Ausbildung nun einmal Geld, daher wäre es auch Quatsch, die Frage nach den Kosten einer NLP-Ausbildung auszublenden und daher macht es durchaus Sinn, zu fragen, was eine gute NLP Ausbildung kosten darf!

In diesem Artikel will ich etwas Tranzparenz schaffen: Welche Kosten sind fair, wie gehen wir bei NLP-Deutschland.de damit um und wie versuchen manche Trainer, überhöhte Preise zu kaschieren denn es ist einfach nicht schön, wenn in einer NLP Ausbildung Kosten nicht klar kommuniziert werden.

Am Ende des Artikels decke ich noch einige der üblichen “Verkaufstricks” auf, mit denen manche Trainer versuchen, Ihre (oft überteuerten) Seminare an den Mann oder die Frau zu bringen.

NLP Ausbildung Kosten

Was kostet NLP?

Seit vielen Jahren bin ich Master-Trainer des NLP. Doch was hat mich das ganze gekostet?

Eine erste Übersicht

Teilnehmer denken oft nur an den Seminarpreis, doch es gibt weitere (faire) Kosten, die Du nicht unter den Teppich kehren sondern realistisch einplanen solltest. Darüber hinaus versuchen manche Trainer, Ihre eigenen Kosten ganz beiläufig auf die Teilnehmer umzulegen. Das sind Kosten, die uns nicht fair erscheinen und die unserer Meinung nach im Seminarpreis inklusive sein sollen.

Diese Kosten solltest Du einplanen
Diese Kosten sind Abzocke

Die "fairen" Kosten - was darf ein NLP Practitioner kosten?

Der grobe Preisrahmen für eine Ausbildung zum NLP-Practitioner in einer Gruppengröße von 12 bis 16 Teilnehmern liegt zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Bei günstigeren Preisen versucht der Trainer meist, die geringeren Einnahmen durch eine größere Gruppe zu kompensieren, was bis zu einem bestimmten Rahmen und durch die Unterstützung von einem starken, eingespielten Team auch machbar ist.

Daß Du bei einer NLP-Ausbildung auch Anreise und ggf. Hotelkosten hast ist klar, dennoch wird das gerne übersehen. Für ein normales Hotel solltest Du mindestens 40 bis 50 Euro pro Nacht einplanen, falls Du in einer Großstadt bist oder ein kleines bißchen Luxus haben willst eher mehr. Bei einer 7tätigen NLP-Ausbildung können da locker noch einmal 500 Euro draufkommen. Und einer Ausbildung über mehrere Wochenenden hast Du unter Umständen ziemlich viel Fahrtkosten. In fast allen Fällen musst Du zudem damit rechnen, daß noch Kosten für die Verpflegung hinzukommen. Ob es nun das große Menü im Seminarhotel oder was kleines von der Imbissbude sein soll hängt wiederum von Dir ab, doch es gibt auch Seminare, bei denen weit und breit keine Imbißbude zu finden ist.

Die "unfairen" Kosten

Der grobe Preisrahmen für eine Ausbildung zum NLP-Practitioner in einer Gruppengröße von 12 bis 16 Teilnehmern liegt zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Bei günstigeren Preisen versucht der Trainer meist, die geringeren Einnahmen durch eine größere Gruppe zu kompensieren, was bis zu einem bestimmten Rahmen und durch die Unterstützung von einem starken, eingespielten Team auch machbar ist.

Daß Du bei einer NLP-Ausbildung auch Anreise und ggf. Hotelkosten hast ist klar, dennoch wird das gerne übersehen. Für ein normales Hotel solltest Du mindestens 40 bis 50 Euro pro Nacht einplanen, falls Du in einer Großstadt bist oder ein kleines bißchen Luxus haben willst eher mehr. Bei einer 7tätigen NLP-Ausbildung können da locker noch einmal 500 Euro draufkommen. Und einer Ausbildung über mehrere Wochenenden hast Du unter Umständen ziemlich viel Fahrtkosten. In fast allen Fällen musst Du zudem damit rechnen, daß noch Kosten für die Verpflegung hinzukommen. Ob es nun das große Menü im Seminarhotel oder was kleines von der Imbissbude sein soll hängt wiederum von Dir ab, doch es gibt auch Seminare, bei denen weit und breit keine Imbißbude zu finden ist.

Viele Trainer versuchen Kosten zu kaschieren oder indirekt auf den Teilnehmer umzulegen damit die Preise niedriger sind als sie aussehen. Ein Klassiker sind die “Zertifikatsgebühren”: Wenn jemand eine NLP-Ausbildung für 1.000 Euro anbietet und Du dann am Ende erfährst, daß Du noch 150 Euro extra für ein Zertifikat bezahlen sollst, dann hast Du an den Anbieter eben nicht 1.000 Euro sondern 1.150 Euro bezahlt. Im DVNLP sind das nur wenige Euro und die nennen sich “Siegelgebühr”, in der Society of NLP habe ich aber schon erlebt, daß Trainer bis zu 200 Euro für ein Zertifikat nehmen. Oft gibt es für die nicht “zahlungswilligen” Teilnehmer ein “Ersatzzertifikat”, welches der Trainer selbst ausstellt. Das Problem ist: Wenn Du kein Verbandszertifikat hast, dann dürfen andere Trainer Deine NLP-Ausbildung nicht anerkennen, diese Regel ist in allen Verbänden gleich. Du bist also angewiesen darauf, bei demselben Trainer zu bleiben. In beiden Fällen macht der Trainer zusätzlichen Gewinn: Entweder zahlst Du das Zertifikat oder die nächste Ausbildung. Oder Du machst gar nicht weiter, dann spart er sich zumindest die Gebühren, die er für die Ausstellung eines Zertifikates hätte.

Auch habe ich schon erlebt, daß Trainer Ihre Ausbildung in einem Hotel machen, bei dem Du Dich zwingend in einer “Verpflegungspauschale” einbuchen mußt. Die liegt etwa zwischen 40 und 80 Euro und dafür erhältst Du eine Kaffeepause und ein Mittagessen, meist mit einem Getränk, sowie noch einer Portion Kaffee & Kuchen am Nachmittag. Ein Problem ist das ja nur, wenn die Teilnahme an diesem Angebot “zwingend” ist, denn dann hast Du keine Wahl: Wenn Du diese Verpflegungspauschale im Hotel nicht buchst, dann darfst Du nicht in den Seminarraum. Der Hintergrund jedoch ist erschreckend einfach: Der Trainer verspricht dem Hotel 12 zahlende Teilnehmer und zum Dank darf der Trainer den Seminarraum kostenlos nutzen. Die Seminarraummiete ist sozusagen in dieser “Verpflegungspauschale” mit einberechnet, da sie aber vom Hotel berechnet wird und nicht vom Trainer kann der Trainer seinen Seminarpreis günstiger darstellen als er eigentlich ist.

Weitere Tricks zur Preiskaschierung bestehen darin, nur einen Nettopreis auszuweisen und zu argumentieren, daß sich das Angebot an Unternehmen richtet, denn rechtlich ist es zwingend vorgeschrieben, an Endverbraucher auch Endpreise zu kommunizieren. Und dann gibt es noch die Verpflichtung, ein oder mehrere Supervisionen zu machen, bevor man sein Zertifikat bekommt. Falls diese Supervisionen inklusive sind ist das kein Problem, doch wenn sie extra berechnet werden, dann gehört das auch offen bei dem Seminarpreis kommuniziert, oder besser noch im Preis einkalkuliert, denn es ist einfach unschön wenn ein Trainer für seine NLP Ausbildung Kosten nicht  klar kommuniziert.

Was erwartet Dich bei uns?

Die Ausbildung zum NLP-Practitioner liegt bei uns bei 2.490 Euro, die Ausbildung ist von der MwSt befreit so daß dies ein Endpreis ist. Wir haben ein eigenes Seminarhaus, die Unterkunft während des Seminares im Doppelzimmer ist inklusive, im Einzelzimmer berechnen wir 25 € am Tag extra. Wir haben keine Angestellten, die Teilnehmer müssen Ihre Zimmer also selbst aufräumen. Bettwäsche, Handtücher und ähnliches sind jedoch genug da, wir haben wirklich ein Seminarhotel und keine Jugendherberge. Dazu gibt es eine große Küche die jeder nutzen kann. Auch für Annehmlichkeiten wie die Sauna, das Badefass oder das Holz für´s Lagerfeuer, das ist selbstverständlich alles inklusive. Und ja, auch das Zertifikat!

Und ich hoffe, daß Dir der Artikel die Frage beantwortet hat, was eine gute NLP Ausbildung kosten darf und was Du dafür erwarten kannst!

Bonus: Die miesen Verkaufstricks der Abzocker

Okay, erstmal: Nicht alle Verkaufstechniken sind “mies” und gleichzeitig sehe ich du rchaus ein, daß eine grundsätzliche Verkaufsstrategie, neben einer Marketingstrategie, sehr wichtig ist. Manchmal fügen sich “Verkauf” und “das richtige tun” einfach zusammen und harmonieren, andere Male allerdings wirkt ein ganzes “Informationsgespräch” nur noch völlig unmenschlich, nicht mehr wie ein “Gespräch” sondern eher wie ein Monolog, der aus einem Verkaufsleitfaden vorgelesen wird. Daher hier einige der “üblichen” Stragetien.

Refraimings: Sie "bezahlen" nicht sondern Sie "investieren"

Oft steht bei den Preisen zu einer NLP-Ausbildung eben nicht “Preis” oder “Kosten” sondern “Ihre Investition“. Klingt komisch, denn wenn ich eine Kinokarte kaufe, wenn ich einen Urlaub buche oder wenn ich ein Auto kaufe, dann ist das doch einfach ein Preis, den ich dafür bezahle, und nicht eine “Investition”? Wir sollten also erst einmal klären, was eine “Investition” ist.

Der einfache, erste Satz auf Wikipedia zum Artikel “Investition” lautet: “Unter einer Investition versteht man in der Wirtschaft allgemein den Einsatz von Kapital für einen bestimmten Verwendungszweck durch einen Investor”. Ich persönlich verstehe unter “Investition” meist Projekte, in die ich Geld stecke um später mehr (Geld) zurückzubekommen. Im Gegensatz zu einer “Ausgabe” oder gar zu “Verschwendung” ist eine Investition also überlegter, strategischer und, wirtschaftlich gesehen, “sinnvoller” als eine einfache Geldausgabe.

Und das ist auch das Ziel dieser Formulierung: Der Preis wird nicht mehr als “Preis” bezeichnet sondern als “Investition” um die potentiellen Teilnehmer von der rationalen Preisfrage abzulenken und Ihnen das Gefühl zu geben, in “Ihre eigene Zukunft zu investieren”. Das ist keine wirklich harte Manipulation sondern nur ein kleines Schmankerl. Doch wenn man, wie ich, hunderte von Websiten anguckt und regelmäßig von “Investition” lesen muß, während man eigentlich einfach nur zu ein paar NLP Ausbildungen Kosten vergleichen will, dann wirkt das so billig. Muß man seinen zukünftigen Teilnehmern denn wirklich die Worte vorkauen, sind die nicht selbst in der Lage, zu entscheiden, ob eine NLP Ausbildung eine “Investition in Ihre Zukunft” ist oder ob die dort als “Investition” bezeichneten Preise vielleichte infach zu teuer sind?

NLP "Basis Tag" oder "Einführungswochenenden" - sogenannte "Affenfäuste"!

Im Verkauf ist die Strategie der „Affenfaust“ allgegenwärtig. Dazu gibt es eine Geschichte, wie irgendwo auf dieser Welt (ich habe keine Ahnung, ob das wahr ist) Affen gefangen werden, indem Nüsse in entsprechende Vasen oder Flaschen gelegt und dann eingegraben werden. Der Vasen- bzw. Flaschenhals muß so eng sein, daß ein Affe seine Hand knapp durchbekommt, es darf jedoch nicht zuviel Spielraum sein. Der Affe greift in die (eingegrabene) Vase und nimmt die Nüsse, allerdings macht er dadurch eine Faust und nun passt die Hand nicht mehr durch den Vasenhals und der Affe hängt an der eingegrabenen Vase/Flasche fest. Er könnte seine Hand ganz einfach rausziehen, indem er nur die Nüsse loslässt … doch er ist gierig und tut das nicht. So wird er „gefangen“.

Ähnliche Strategien haben Verkäufer schon lange für sich erobert. Die „Investition“ muß dabei kein Geld sein sondern das funktioniert auch gut mit Zeit oder einer Investition wie der „Anreise“. Früher war das die sogenannte „Schutzgebühr“ z.B. bei Versandhauskatalogen. Selbst bei Kaffeefahrten funktioniert das auf eine besonders unangenehme Art und Weise. Doch stellen wir uns mal scherzhaft einen Supermarkt vor, der 5 Euro Eintritt verlangt. Natürlich werden weniger Menschen reinkommen, weil manche sich darüber aufregen und sagen, daß man doch keinen „Eintrittspreis“ für einen Supermarkt verlangen kann. Die Kunden aber, die den Eintritt bezahlt haben und nun „drinnen“ sind, die geben deutlich mehr Geld aus als normal. Denn „jetzt haben sie ja schon Eintritt bezahlt“ und wollen das auch „ordentlich ausnutzen“. Ist die Idee zu theoretisch? Es gibt in Deutschland sogar ein Bordell, daß genau so aufgebaut ist. Ob es funktioniert? Wohl schon, denn es ist das größte Bordell in Deutschland.

Doch genug von Supermärkten und anderen Branchen, gehen wir zurück zu NLP Ausbildungen, Kosten, Investitionen und Basis-Tagen. International, über alle Verbände hinweg, haben sich genau drei Zertifizierungsstufen etabliert: NLP-Practitioner, NLP-Master und NLP-Trainer. Ein „Basis-Tag“ oder ein „Basis-Wochenende“ sind da nicht dabei. Und doch bieten viele Trainer genau das an, neben der Formulierung: „Bei Buchung einer NLP-Ausbildung werden Ihnen die Kosten des Basis-Tages voll angerechnet“. Ui, da passieren jetzt mehrere Dinge auf einmal.

  1. Der Basis-Tag sieht „kostenlos“ aus, denn man überlegt ja eh, eine NLP-Ausbildung zu machen und wenn man später bucht und das voll angerechnet wird dann kostet der Basis-Tag ja nicht wirklich was.

  2. Wenn man dann drinnen sitzt, in diesem „Basis-Tag“, dann hört man: Buche jetzt die NLP-Ausbildung und wir rechnen Dir den Basis-Tag voll an“. Der Teilnehmer sitzt also wie der Affe neben der Vase und um jetzt wieder „rauszukommen“ muß er die Nüsse loslassen, also akzeptieren, daß er gerade Geld für den Basis-Tag bezahlt hat. Wenn er das nicht will, dann muß er nun „weiterbuchen“.