Trainerwochenende vom 5. bis 7. Dezember in Much (Bühnen- und Kameratraining)

Trainerwochenende vom 5. bis 7. Dezember in Much (Bühnen- und Kameratraining)

Erfahrungsbericht des Trainerwochenendes von 5. bis 7. Dezember in Much (Bühnen- und Kameratraining)

Ca. 11 Teilnehmer. 1 Trainer: Julian Wolf

Thema: Bühnen- und Kameratraining

 

Ablauf:

Als ich Freitag am Abend ankam, ging es gleich in die Vollen.

Julian legt die Regeln fest, die während des Wochenendes eingehalten werden sollten.

 

Diese waren:

• Keine Entschuldigungen (NLP-Grundannahme: Jede Handlung beruht auf einer positiven Absicht. Stärkt Selbstwertgefühl, verringert "Schuld-Gefühle".)

• Keine Rechtfertigungen, keine Erklärungen des eigenen Handelns (Ich bin, wie ich bin. Ich handle/entscheide, weil ich es (so) will. Rechtfertigungen und Erklärungen heißen (oft) subkommuniziert: "Bitte hab' mich doch lieb!")

• Kein „aber“ (Das fördert bewusste, konfliktfreie Kommunikation.)

• Bewusste Benutzung der Pronomen „ich“ und „du“, anstatt "man" (Das fördert bewusst, konfliktreie Kommunikation und die Selbstverantwortlichkeit des eigenen Handelns/Entscheidens. Neurophysiologisch bedeutet die Verwendung von "ich", dass ich mich mit der Handlung/Entscheidung assoziiere und nicht wie bei "man" dissoziiere. Somit führt "ich" eher zur Handlung, als "man". "Man" bedeutet subkommuniziert: "Eine andere Person könnte/sollte es an meiner Stelle tun." )

 

Außerdem:

Mehrere Personenpärchen wurden gebildet, die auf den ersten Blick gegensätzlich waren, um eine Vertrauensbasis aufzubauen, sich eben nicht aus dem Weg zu gehen und mit den eigenen Themen konfrontiert zu werden.

Da die meisten Menschen ja den Menschen aus dem Weg gehen, die sie nicht sympathisch finden.

Das sollte bewusst vermieden werden.

Diese Vorgehensweise fördert die eigene Bewusstseins- und Handlungsflexibilität und weist in meiner Welt auf die eigenen Themen hin. (Was ich an einer anderen Person ablehne, lehne ich als Persönlichkeitsanteil in mir selbst ab.)

(Korrigiert mich, falls ich mit meiner Interpretation von Julians Handlungsanweisungen nicht ganz richtig liege. Ich lerne nie aus... :) )

 

Anschließend bekamen wir die erste Aufgabe.

Wir sollten uns einen dreiminütigen Vortrag ausdenken mit einer Geschichte, die vom Negativen zum Positiven als Metapher mit einer Zielstellung führt.

Die Zielstellung des Ganzen war, dass wir aus dem Vortrag ein Video für unsere eigene Webseite oder ein Marketing-Instrument für uns selbst produzieren.

 

Wir begannen am Freitag spät abends damit, ein jeder, einen ersten Vortrag vor der Gruppe zu präsentieren.

Jeder kam einmal dran. Danach haben wir uns die Videos angeschaut und Feedback von der Gruppe erhalten.

 

Am nächsten Tag sollten wir uns auf den Inhalt und die Struktur des Vortrags konzentrieren.

Danach kam wieder eine Präsentation mit Aufnahme dran.

Dann sollten wir einen "Anker" (Ausdruck aus dem NLP: Einen Gefühlszustand hervorrufen und diesen mit etwas verknüpfen, um diesen Gefühlzustand bei Bedarf wieder hervorzurufen.) in den Vortrag einbauen.

Darauf folgte wieder eine Präsentation mit Aufnahme.

Da es für die meisten Personen neu war, in einem Vortrag einen bewussten Anker zu setzen, sollten wir anschließend das selbe noch einmal machen: Präsentation mit einem Anker.

Am Sonntag fand dann eine abschließende Aufnahme mit Belichtung statt.

 

Fazit:

Wenn ich den Vorher-Nachher-Vergleich der Videoaufnahmen sehe, hat sich einiges in den 2-3 Tage getan und zwar bei jedem der Teilnehmer.

Jeder hatte sich auf seine Weise weiterentwickelt.

Das Ziel ein Video aufzunehmen, dass auch als Marketing-Instrument dienen kann, wurde erfüllt.

Wir waren ein sehr angenehme, kleine Gruppe mit vertrauter Atmosphäre.

Jeder wollte an seinen Themen arbeiten.

Das merkte ich auch daran, dass die Themen und Präsentationen für die Kurzvideos von Aufnahme zu Aufnahme bewegender und gefühlvoller wurden.

Wenn jemand ein qualitativ hochwertiges Bühnen- und Kameratraining mit sehr hohem Praxisanteil sucht, dann kann ich dieses Modul (Trainerwochenende) wärmstens empfehlen.

 

Selbstreflektion:

Für mich persönlich war es ein sehr intensives Wochenende.

Da eines meiner Themen schon immer war, vor größeren Gruppen mit guten Gefühlen zu sprechen und diese während des Sprechens beizubehalten.

Auch vor einer Kamera zu sprechen war für mich relativ neu.

Es war für mich Komfortzonenerweiterung deluxe.

 

Ich merke, dass obwohl ich mir bewusst bin, dass ich selbstverantwortlich handle und mich bewusst diesen Situationen stelle, dennoch teilweise unter großem innerlichen Stress stehe, der es mir schwer macht, mich vollkommen wohl zu fühlen und es fließen zu lassen.

Obwohl es schlussendlich um nichts gegangen ist, war ich dennoch jedes Mal innerlich sehr, sehr aufgewühlt.

Das liegt wahrscheinlich an meinen (zu) hohen Erwartungen an mich selbst und an ein paar früheren, prägenden Erfahrungen.

Ich werde sehen wie sich das im Laufe der Zeit entwickelt und ob ich diese jemals auflösen kann oder ob es einfach mit meiner hohen Sensibilität und Sensitivität zu tun hat.

Falls ich, wovon ich ausgehe, über eine hohe sensitive Begabung verfüge, möchte ich herausfinden, wie ich diese zum Wohle von mir und der Menschheit einbringen kann.

 

Namaste,

Jens

 

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