Review zum 1. Wochenende der psychopragmatik.de Trainerausbildung

Review zum 1. Teil der Trainerausbildung in Much

Letztes Wochenende war der erste Teil der Ausbildung zum Trainer bei Julian Wolf in Much.
Auf Julian und seine Ausbildung bin ich über einen bekannten gestoßen, der mir diese empfohlen hat. Nach einem ausführlichen Telefonat mit Julian hab ich mich dazu entschieden diese Ausbildung mit der Mitgliedschaft bei Psychopragmatik zu buchen.

Da ich seit etwas über einem Jahr selbst als Trainer tätig bin, waren meine Erwartungen an die das erste von 8 Wochenenden folgende:
- Ich wollte als Mensch und als Trainer in meiner Authentizität und meinen Motiven in Frage gestellt werden
- Ich wollte möglichst viel von Julians Arbeit beobachten, verstehen und reproduzieren
- Ich wollte eine Gruppe toller Menschen kennen lernen, mit denen ich viel gemeinsam hab um mich mit diesen weiter zu entwickeln.
Kurzum wollte ich möglichst zerbröselt werden, um mich danach noch stärker und standfester aufzubauen.

Das Wochenende begann am Freitag Abend mit gemütlichem beisammensitzen und kennen lernen im Seminarraum und danach am Lagerfeuer. Hier hatten wir entspannt Gelegenheit, ein Gefühl für die Gruppe und die Atmosphäre zu bekommen.

Der Samstag war dem Thema "Ziele und Identität als Trainer" gewidmet.
Wir haben Zielearbeit in 3er-Gruppen gemacht und sollten uns gegenseitig so gut kennen lernen, dass wir unsere Übungspartner danach sauber hätten präsentieren können.
Im Anschluss an die Arbeit, als die Präsentationen beginnen sollten, wurden die Gruppen dann nochmal durchgewürftelt - und zwar kam jeder mit den Leuten zusammen, die er am wenigsten leiden konnte. Diese durften nach einer kurzen kennenlernzeit präsentiert werden.
Meiner Meinung nach eine geniale Übung für die Flexibilität und die Konfrontation mit den eigenen Schwächen. Steckt nicht in fast jedem Menschen den du nicht leiden kannst ein Stück von dir selbst?
Während des ganzen Prozesses durften wir uns auch "Identifikationen" als Trainer aufbauen, also Nominalisierte Verben, die unsere klare Botschaft als Trainer enthalten sollten. Beispielsweise "Science Coach, Augenöffner, Die Organisatorin etc.".
Diese Identitäten wurden dann in Frage gestellt, um ein wirklich stabiles Fundament fürs Trainerdasein zu schaffen.
Insgesamt ein intensiver Tag, der mir viele neue Erkenntnisse über mich selbst und meine Identität als Trainer beschert hat.

Am Sonntag kam uns Gabi besuchen und hat mit uns als erstes Wertearbeit gemacht. Jeder durfte seinen persönlichen wichtigsten Wert als Trainer finden und wurde im Anschluss mit der Umkehrung der Werte konfrontiert. Als wäre das nicht Überraschung genug, durften wir in einer Übung auch die Schattenseiten unserer Mitstreiter physisch darstellen.
Beispiel: Jemand hatte als wichtigen Wert Reichtum gewählt und danach beim Systemischen aufdecken der Gegenwerte Armut bekommen. Der wurde dann von seinem Esel "bis aufs letzte Hemd" ausgezogen.
Sehr geniale Übung, die mir nochmal deutlicher gemacht hat was meine Schattenseiten sind und wie ich mit ihnen umgehen kann.

Im zweiten Teil haben wir dann Archetypenarbeit gemacht. Genauer gesagt durften wir die Archetypen König, Krieger und Diener kennen lernen und als Teile von uns aufnehmen. Ich kann nicht genau beschreiben wie das alles funktioniert, ich kann nur sagen: Die Ergebnisse sind toll. Jeder hat seine eigenen Schwächen aufgezeigt bekommen und hatte Gelegenheit, sich ohne bewertet zu werden damit auseinander zu setzen.

Mein Fazit:
Wow! Genau so sollte eine gute Trainerausbildung aussehen. Tolle Trainer, tolle Übungen, tolle Leute, tolle Ergebnisse. Ich bin begeistert.

Meine Meinung zu Julian als Trainer:
Julian ist ein meinen Augen als Trainer ebenso sympatisch wie kompetent. Er begegnet mir auf Augenhöhe und glänzt dadurch, dass er auf unauffällige Art und Weise "Pfeile verschießt", die mich immer wieder zum nachdenken gebracht haben. Außerdem antwortet er sehr offen auf Fragen zu seinem Handwerkszeug, was ich großartig finde.

Ich kann Julian bisher uneingeschränkt weiterempfehlen.

Mark Oswald

CEO bei live the adventure

 

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