Review zum NLP-Practitioner in Frankfurt

Review zum NLP-Practitioner in Frankfurt

Am Sonntag ging der Studi-Prac in Frankfurt zuende, Zeit für einen kurzen Review. Wie war es, was war anders, was lässt sich besser machen und wo geht es hin?

Im Laufe der Jahre ist im Studi-Prac das Durchschnittsalter langsam und kontinuierlich gestiegen. Hatten wir im allerersten Studi-Prac noch über 70% Studenten, so sind die Studenten heute eher die "Ausnahme". Es ist nicht so, daß keine Studenten da wären, doch sie machen nicht einmal mehr ein Drittel der Gruppe aus.

b2ap3_thumbnail_NLP_Practitioner_Frankfurt.jpgDies hat spannende Auswirkungen auf die Gruppe. Denn Hand in Hand mit dem höheren Durchschnittsalter geht sowohl die "Partyfreudigkeit" zurück, als auch die Energie, noch bis spät in die Nacht Seminar zu machen. In München haben wir 2008 und 2009 fast jeden Tag erst nach Mitternacht beendet, heuer in Frankfurt war es meist gegen 22 Uhr und nur an einem Tag, dem Samstag Abend, der sowieso auch Inhaltlich besonders lange geplant ist, sind wir kräftig an der Tageswende vorbeigezogen und haben bis 2:30 am morgen gemacht.

Doch das ganze hat auch Vorteile: Die Teilnehmer sind weniger "übermütig", einfach etwas "erwachsener" geworden. Im Schnitt meine ich jetzt, ohne auf irgendeine Einzelperson einzugehen. Früher haben mindestens zwei Drittel der Teilnehmer in Raten bezahlt, oder morgens zum Seminar in Bar. Heute, und das wiederholt sich immer stärker, zahlen die meisten Teilnehmer direkt, wenn sie die Rechnung bekommen. Auch ein Hinweis, daß weniger Teilnehmer noch in Ihrer Ausbildung oder Ihrem Studium stecken und mehr Teilnehmer zu uns in den Studi-Prac kommen, die im Job stehen und bei denen der Seminarpreis lange nicht mehr ein ganzes Monatsbudget überschreitet.

Ich überlege schon länger, ob es hier Zeit wird für einen Umbruch, zumal die Teilnehmerzahlen im Studi-Prac über die Jahre auch leicht zurückgegangen sind. Zwei mögliche Szenarien habe ich hier zur Auswahl:

  • b2ap3_thumbnail_SOCNLP3lrg2-copy-2.jpgEntweder ich mache den Sprung, den Studi-Prac umzubenennen und er kriegt, wie jede andere NLP-Ausbildung auch, ganz offiziell den Titel NLP-Practitioner. Sonst bleibt alles beim Alten: Die Trainer bleiben, die Teilung in 2x4 Tage bleibt und auch die abendliche Dauer. Den Preis würde ich vielleicht leicht anheben, auf 890 Euro (590 Euro für Studenten).

  • Oder ich lasse den Studi-Prac so wie er ist, der Name bleibt, der Preis bleibt, alles bleibt beim alten. Daneben aber führe ich auch noch eine reguläre Ausbildung zum NLP-Practitioner ein. 2x5 Tage, jeweils Montag bis Freitag, nicht mehr so lange in die Nacht rein (ca. bis 19 Uhr am abend) weniger Teilnehmer (max. 20 bis 25), wahrscheinlich dieselben Trainer, allerdings würde ich persönlich deutlich mehr Teile des Seminares selbst machen, und den Preis recht deutlich anheben. Klar, mehr Tage, weniger Teilnehmer, da muß der Preis steigen.

Beides hat seine Vorteile.
Bisher habe ich den Namen NLP-Studentenpractitioner (kurz: Studi-Prac) vor allem beibehalten, um die Erwartungen in die richtige Richtung zu lenken. der Studi-Prac hört sich jünger an, energievoller, dynamischer. Bei einer regulären NLP-Ausbildung wird eher eine Gruppe von ca. 10 bis 20 im Kreis sitzenden Teilnehmern erwartet und Seminarzeiten die bis 17 Uhr, maximal bis 18 Uhr gehen.

Ich tue mich schwer, den Studi-Prac vom Grundkonzept her anzufassen. 2x4 Tage, bis in die Nächte, 790 Euro, das sind schon seit über fünf Jahren eingeführte Markenzeichen, die ich nur ungerne aufgeben möchte. Von daher würde es näher liegen, eine zweite Variante, einen "regulären" NLP-Practitioner einzuführen.

Andererseits aber ... vielleicht ist es ja auch Zeit, mal grundlegend was zu ändern. Auch der Studi-Prac ist kein in Stein gegossenes Konzept, wir haben über die Jahre immer wieder Dinge verändert. Zum einen war ein (leichter) Wechsel der Trainer immer wieder da, Axel und Ilja sind dazugekommen und wieder gegangen, ebenso Jürgen, Benedikt ist phasenweise dabei und seit Anfang des Jahres haben wir Gabi fest mit reingenommen.
Ebenso haben sich die Inhalte verändert: Während Axel und Ilja vor allem Ziel-Orientiert waren hat Jürgen im Groben das Thema "Loslassen" auf dem Herzen gehabt, Gabi hat sich neben den Themen "Abwehr-Strategien" und "Feedbackregeln" als Profi für jede Art von Systemarbeit bewiesen und so ist heute fast schon ein Ansatz des systemischen Stellens im Studi-Prac vorhanden.

Eine neue Variante des NLP-Practitioners könnte nun dem Studi-Prac weiter Teilnehmer abziehen, und mit 20 bis 25 Teilnehmern ist das Konzept "Günstiger Preis - Viele Top-Trainer" nicht mehr umzusetzen. Ein regulärer Practitioner könnte also dazu führen, daß es weniger Termine für den Studi-Prac geben wird.

Aber auch das funktioniert ja: Chris Mulzer macht seinen Volkspractitioner nur ein einziges Mal im Jahr und da sitzen dann mehrere hundert Teilnehmer drinnen. Ausschließlich in Berlin. Das zeigt auch wieder: Wenn die Veranstaltung seltener stattfindet, dann "sammeln" sich da auch mehr Teilnehmer.

Ich bin unentschlossen. Tatsächlich tendiere ich so ein kleines bißchen zu der Variante "Alternativer Practitioner". Grund dafür ist, daß es mir auch gut tut, "ältere" bzw. "erwachsenere" Gruppen zu haben. Nicht, daß ich an den Party-Practitionern nicht auch gewaltig Spaß hätte, inhaltlich funktioneren sie sowieso super, doch vielleicht werde ich eben auch älter: Ich genieße es, eine NLP-Ausbildung auch mal etwas ruhiger anzugehen, keine große Logistik bei der Anreise zu haben (Registrierung, Namensschilder und so weiter) und in den Pausen ganz entspannt mit den Teilnehmern Essen zu gehen.

Da bin ich aber weniger beeinflusst von der Frage "was ist sinnvoll" sondern mehr bei der Frage, wozu ich ganz persönlich Lust hätte. Und ich hätte Lust auf die Abwechslung. Nicht dauernd, aber hin und wieder mal was anderes. Denn der Studi-Prac existiert jetzt seit 2007, wir machen vier bis fünf davon im Jahr ... ja, es wäre schön, die Ausbildung zum NLP-Practitioner auch mal wieder in einem anderen Setting durchzuführen.

Alles Liebe,
Julian Wolf
NLP Master-Trainer

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