Die Preispolitik auf dem Prüfstand ...

31 Jan 2016 13:25 26 Feb 2016 15:57 von Julian.
Julian
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #1
Hallo allerseits,

nachdem das Mitgliedschafts-Konzept bald in´s dritte erfolgreiche Jahr geht möchte ich die gesamte Preisstruktur noch einmal unter die Lupe nehmen und fragen, ob sie noch weiter verbessert werden kann.

Vorab die kurze Definition der Mitgliedschaft:
In der Mitgliedschaft sind zu einer monatlichen Pauschale alle von mir veranstalteten Seminare enthalten.
Die Mitgliedschaft kostet 240 Euro monatlich und läuft über zwei Jahre. Nach zwei Jahren kann die Mitgliedschaft für 67 Euro monatlich verlängert werden, in der Verlängerung gibt es keine Mindestlaufzeit.

Meine Erfahrungen mit der Mitgliedschaft:
Rational betrachtet ist es natürlich optimal: Für zusammengerechnet 5.760 Euro gibt´s den Practitioner, den Master, die Hypnose-Ausbildung, den Coach ... es gibt einfach alles. Preislich wird mir auch stets bestätigt: Der Preis ist sehr fair!

Aber ...

Der häufigste Grund "gegen" die Mitgliedschaft ist der Kalender der Interessierten. Viel zu häufig höre ich "Ich habe dieses Jahr keine Zeit, alle Seminare mitzumachen. Hier muss ich mich wohl damit auseinandersetzen, daß Teilnehmer bei der Anmeldung nicht mit den Seminaren rechnen,d ie sie machen wollen, sondern viel eher nachrechnen, wie viele Seminare sie nicht mitmachen können und dann auf der Basis der nicht gemachten Seminare berechnen, wie viel Geld sie gewissermaßen "verlieren", einfach weil sie ein Seminar nicht besuchen können. Das ganze ist jedoch eine Illusion: Die Mitgliedschaft rechnet sich nicht dadurch, daß jemand alle Seminare macht ... schon wenn er nur wenige Seminare macht ist die Mitgliedschaft oft günstiger als die Einzelbuchungen.

Der zweit häufigste Grund gegen die Mitgliedschaft ist die lange Verbindlichkeit: Zwei Jahre scheinen vielen Menschen zu lang. Klar, fairer Preis und so weiter ... nur zwei Jahre sind emotional eben eine sehr lange Zeit.

Meine Lösungsidee:

Seit einigen Wochen denke ich über eine Veränderung des Konzeptes nach. Meine Idee ist: Die Mitgliedschaft kostet von Anfang an 67 Euro pro Monat und hat keine Mindestlaufzeit, ist also jederzeit kündbar. Und wie zuvor: Alle Seminare sind inklusive. Klingt das zu schön um wahr zu sein? Ja, ist es auch, denn es kommt noch eine Zahlung dazu: Eine Anfangszahlung in Höhe von 3.900 Euro.

Preislich ist das ganze fast dasselbe. 240 Euro mal 24 Monate waren 5.760 Euro für die Mitgliedschaft.
Wenn jemand in der neuen Variante zwei Jahre dabeibleibt sind das 67 Euro x 24 Monate = 1.608 Euro. Dazu die Einmalzahlung in Höhe von 3.900 Euro, macht zusammen 5.508 Euro.

Wo sind die Unterschiede?
Keine Mindestlaufzeit, das ist der Hauptunterschied. Dadurch muß sich niemand für 24 Monate verpflichten, und kann dennoch in die Mitgliedschaft einsteigen. Die 3.900 Euro sind natürlich eine viel höhere Einstiegshürde, doch wenn jemand beispielsweise den Practitioner (1.490 Euro) und den Master (2.490 Euro) machen will, dann hat er schon mehr bezahlt als diesen "Einstiegspreis". In der Seminarwelt sind 3.900 Euro für ein Seminar eben doch nicht soooo viel Geld, und durch diese recht teure "Eintrittskarte" ist jemand dann für 67 Euro monatlich bei allen Seminaren mit dabei, die er besuchen will.

Was sind die Vorteile?
In erster Linie ist es die Freiheit und die recht geringen monatlichen Zahlungen, nachdem die erste Hürde genommen wurde. Doch mir lässt dieses Konzept auch viele Freiheiten.
So kann ich viel leichter anbieten, daß schon besuchte Seminare angerechnet werden: Jemand hat den Practitioner schon gemacht? 1.490 Euro bezahlt? Dann sinkt der "Einstigspreis" logischerweise von 3.900 Euro auf 2.410 Euro (3.900 Euro Minus 1.490 Euro). Jemand hat den Practitioner und den Master schon gemacht? Der kann direkt für 67 Euro monatlich einsteigen, muss gar keinen Einstiegspreis mehr zahlen.

Auch kann ich dieses Angebot auch Teilnehmern machen, die Ihren Practitioner bei einem anderen Trainer gemacht haben. Der Kern dieser neuen Preisschiene ist einfach der: Die Mitgliedschaft kostet stets 67 Euro im Monat, und dazu gibt es den "Einstiegspreis", in dem ich persönliche Situationen oder Vorerfahrungen berücksichtigen kann, ohne daß das ganze Transparenz verliert.

Ab wann gilt das Ganze?
Noch steht nicht einmal fest, daß ich das machen werde. Das hängt vor allem sehr stark von Eurem Feedback ab: Wenn die Idee nicht gut ankommt oder wenn Du meinst, sie wäre zu verwirrend, dann werde ich das wohl gar nicht machen.
Falls hier ausreichend positives Feedback kommt, dann werde ich dieses Konzept auf den Monat März begrenzt anbieten, um es zu testen. Dann wird es vom 1. bis zum 31. März möglich sein, zu diesem Preis in die Mitgliedschaft einzusteigen. Das wird dann also ein Testballon. Sollte sich das Konzept bewähren werde ich im Sommer komplett auf dieses Konzept umstellen.

Was ist mit den Bestehenden Mitgliedschaften?

Da braucht sich nichts zu ändern. Preislich liegen beide Varianten ja fast gleichauf, es gibt also keine Vor- oder Nachteile für Mitglieder, die schon länger dabei sind. Abgesehen davon wäre es meiner Meinung nach auch nicht okay, wenn ich den Bestandskunden Änderungen "aufzwingen" würde, ohne vorher jeden einzelnen zu fragen, ob er sie überhaupt haben will.

Für mich ist jetzt erstmal entscheidend:
Was hältst Du davon?

Alles Liebe, Julian!

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05 Feb 2016 17:08
nick.krakow
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #2
Hallo Julian.

Schön, dass du auch ein Freund vieler Worte bist. Da fallen meine langen Texte nicht so auf. ;)

Genau genommen finde ich persönlich an dem Konzept nur die Anrechenbarkeit der Vorerfahrungen interessant, da es jemandem, der beispielsweise schon den Prac und Master besucht hat, den Einstieg leicht bzw. günstig macht.

Abgesehen davon ergibt das Konzept für meine Logik zumindest für Neueinsteiger nicht zu 100% Sinn. Keine Mindestlaufzeit - dafür ein bombiger Einstieg. Wer schon im Seminar war, der weiß, wofür er bezahlt - wer noch nicht im Seminar war, der scheut sich vermutlich vor € 3900,- + Monatsbeitrag.

Gut, wenn ich über das Angebot nachdenke, kommt mir ein bestimmtes Master-Thema in den Sinn ;) . Wer den Einstieg bezahlt hat, der wird sehr wahrscheinlich auch Mitglied bleiben - und ebenso wahrscheinlich auch an einigen Seminaren teilnehmen, damit sich die Investition rentiert. Falls das negativ klingt: Ist es nicht. In meiner Welt lohnt sich jeder besuch bei NLP-Deutschland. Und wer erstmal da war, der wird spüren und wissen, dass diese Behauptung keine einfache Behauptung ist. :silly:

Ähm... Also wenn dann würde ich dieses Konzept als "Folgemitgliedschaft" nutzen. Mal angenommen, jemand hat den Prac besucht und plant, den Master zu besuchen - super. € 3900 - € 1490 = € 2410 + Mitgliedschaft. Das spart nicht wirklich etwas, falls nur noch der Master gemacht wird - aber dafür sind alle anderen Seminare drin wie Coach, Hypnose-Master etc. Es ist also ein aktiver Mehrwert.

Online ließe sich auch dies in der Datenbank hinterlegen. "Ihr Preis für die neue Mitgliedschaft: Einmalig € 2410,- + € 67,- im Monat." Bei der Werbung dazu muss dann natürlich "Alle bereits besuchten Seminare werden beim Eintrittspreis berücksichtigt".

Möglich, dass ich mich täusche, aber ich denke, das Angebot ist eher etwas für Kenner als für Neulinge. Wenn Besuchern, also potenziellen Neulingen aber bewusst ist, dass besuchte Seminare angerechnet werden, dann ist die Hürde nicht mehr so groß, was sie machen sollen. "Erstmal Prac oder gleich Mitgliedschaft?" Ich vermute, dass es manch einen vom Kauf abhält, einfach weil quasi keiner erstmal den Prac bezahlen und dann noch die Mitgliedschaft voll zahlen möchte. Auch wenn du in den Bereichen sehr fair spielst - aus den Angeboten online geht diese "Bereits-Bezahlt-Fairness" nicht hervor. Wenn die Leute wissen, dass der Prac berücksichtigt wird, können sie sagen "Super, ich mache erstmal den Practitioner - und dann überlege ich mir, ob ich eintreten möchte. Kostet auch nicht mehr".

Und zuletzt: Das bisherige Modell würde ich deshalb nicht abschaffen. Eher so als "Entweder Startgebühr + € 67,- ODER Große Mitgliedschaft". Für mich wäre es damals jedenfalls nicht möglich gewesen, nach dem Prac spontan nochmal € 2410,- auf den Tisch zu legen. Da ist der Monatsbeitrag echt schöner. Auch nicht günstig für jene, die noch am Erfolg arbeiten, aber verkraftbar, wenn man es wirklich möchte. Ich vermute, viele Kunden wollen sich weiterentwickeln, um die Kraft und Energie zu haben, ihre Ziele und Träume privat und beruflich anzugehen und damit dann auch Geld zu verdienen, aber das bedeutet nicht, dass sie das Geld schon liegen haben. Manche ja - manche nein. Passende Möglichkeiten für beide Gruppen, das wäre natürlich optimal.

Schönes Wochenende.

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05 Feb 2016 17:12
nick.krakow
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #3
Hm, ich darf meinen Text nicht selbst bearbeiten. Das ist eine Einstellungssache. Nur als Tipp für eine kleine Änderung in den Berechtigungen ;)

Ich wollte gern
"finde ich persönlich an dem Konzept nur die Anrechenbarkeit"
in
"finde ich persönlich an dem Konzept hauptsächlich die Anrechenbarkeit"
ändern.

Das "nur" verfälscht irgendwie die Aussage. :ohmy:

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05 Feb 2016 17:21
Julian
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #4
Hi Nick,

Hm, ich darf meinen Text nicht selbst bearbeiten. Das ist eine Einstellungssache. Nur als Tipp für eine kleine Änderung in den Berechtigungen


ist Absichtlich nicht veränderbar.
Das Problem ist, das sonst zu oft Texte verändert werden und dadurch die von anderen geschriebenen Antworten ad absurdum geführt werden. Daher lieber Konsistenz. ;)

Abgesehen davon ergibt das Konzept für meine Logik zumindest für Neueinsteiger nicht zu 100% Sinn. Keine Mindestlaufzeit - dafür ein bombiger Einstieg. Wer schon im Seminar war, der weiß, wofür er bezahlt - wer noch nicht im Seminar war, der scheut sich vermutlich vor € 3900,- + Monatsbeitrag.


Nummer eins:
Der überwiegende Großteil der Mitglieder kam über den Practitioner. Nur sehr wenige haben sich direkt für die Mitgliedschaft angemeldet. Das bedeutet: Die Entscheidung käme nicht aus dem Blauen heraus, sondern am Ende vom Practitioner. Da lautet das Angebot dann "3.900 Euro minus den aktuellen Practitioner, also nur noch 2.410 Euro". Da der Master 2.490 Euro kostet ist das Angebot für alle interessant, die sowieso den Master machen wollen.

Aber ... meine Absicht dahinter ist ehrlich gesagt eine andere. Obwohl die Mitgliedschaft klar kommuniziert ist als zweijährig kommt alle paar Monate jemand auf die Idee, wenn ihm gerade etwas nicht passt, mir zu schreiben "ich kündige". Das nervt mich inzwischen gewaltig: Der günstige Preis ist ja gerade wegen der Verlässlichkeit für meine Kalkulation gegeben.

Der Unterschied in der Darstellung wäre gewaltig:
Die Mitgliedschaft kostet nicht merh 240 Euro monatlich, sondern sie kostet 67 Euro monatlich, hat aber als Grundvoraussetzung den Practitioner in den Master. So wird es dann rund: Practitioner und Master kosten zusammen im Paket 3.900 Euro, und dazu gibt es als Option die MItgliedschaft für 67 Euro monatlich. Dadurch könnte jederzeit gekündigt werden, die 3.900 Euro bleiben jedoch für Prac und Master fix, auch außerhalb der Mitgliedschaft.

Und natürlich könnte man die 3.900 Euro auch in Raten bezahlen. Der Hintergrund ist vor allem:

- Keine lange Laufzeit mehr
- Günstige Preise für die Mitgliedschaft
- Die großen Kosten über zwei große Seminare (Practitioner und Master) handfest verpackt

Wird es so greifbarer für Dich?

Alles Liebe, Julian!

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06 Feb 2016 12:09
nick.krakow
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #5
Hi Julian.

Jap, definitiv. So passt das Konzept genau in das, was ich mir auch vorgestellt habe. Zumal, wenn die Möglichkeit der Ratenzahlung für Prac / Master gegeben ist, quasi auch das jetzige Konzept finanziell in ähnlicher Form existiert.

Und ich empfinde es als durchsichtiger. Die Leute wissen dann genau, was für den Prac / Master draufgeht, keiner muss sich fragen, wofür er das Geld ausgibt, wenn er es mal eine Zeit lang nicht zu den Kursen schafft und die Mitgliedschaft hat einen sehr kleinen Preis, was sicher für jeden auch langfristig ohne Bauchschmerzen tragbar ist. Der Gegenwert ist dann natürlich auch klar - für 67€ alle Wochenendseminare, Hypnose, Systemspiegel, Prac/Master-Wiederholung etc.

Ja, so wird ein Schuh draus.

Also kurzum: Ich unterstütze die Idee der "neuen Mitgliedschaft". Finde ich gut :)

Liebe Grüße,
Nick

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06 Feb 2016 12:16
Julian
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Die Preispolitik auf dem Prüfstand ... #6
Allerdings überlege ich noch, ob der "Einstieg" für "Externe" noch eine zusätzliche Gebühr kostet.
Sowas wie: Jeder extern zertifizierte NLPler (Prac + Master) kann auch zu 67 Euro monatlich einsteigen, muß aber einmalig 500 Euro zahlen.

Das Problem ist, wenn z.B. jemand vom "Billig-Practitioner" bei Chris Mulzer für 350 Euro und ohne gescheites Zertifikat ankommt, dann wäre es irgendwie schräg, ihm das genauso anzuerkennen wie als hätte er einen vollwertigen Practitioner für 1.500 Euro gemacht. Zudem muß ich ihn dann ja auch noch zertifizieren.

Eine andere Variante bei "Externen" wäre es, nicht den Prac und den Master als Seminar anzurechnen, sondern das Geld, das sie bisher dafür bezahlt haben, mindestens jedoch 500 Euro. Der Nachteil wäre: Ich müsste einen Nachweis über die Zahlung fordern, was ja auch ein wenig vertrauliche Daten sind.

Es hätte aber auch noch einen anderen Vorteil:
Ich könnte damit Statistiken erstellen, was ein Trainer wirklich berechnet, und das in´s Verhältnis setzen zu dem Preis, den er auf der Website stehen hat. Wäre wohl eine miese Nummer, weil die meisten Trainer ja schweineteure Preise nach außen zeigen wollen, in Wahrheit aber nur einen Bruchteil davon wirklich umsetzen können. :D

Alles Liebe, Julian!

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