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Techniken zur Raucherentwöhnung

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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Zuallererst: Ich rauche nicht, habe es von meinem 14. bis 22. Lebensjahr zur Genüge getan und werde damit auch nicht wieder anfangen.

Ich möchte aber gerne einer Freundin helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, habe aber noch nie eine vollständige Session einer Raucherentwöhnung gesehen. Sie möchte selber mit dem Rauchen aufhören und würde sich freuen, wenn ich ihr dabei helfen könnte. Ich weiß, dass das die absolute Grundlage ist.

Meine Ideen sind bisher folgende:

Ich habe mal Teile einer Session von Paul McKenna und Ellen Degeneres gesehen. Er hat erst den Fokus auf die negativen Facetten des Rauchens gelegt, die für sie die Motivation ausmachen aufzuhören (Brustschmerzen, Verwandter gestorben oder krank,...). Dann hat er diese Situationen verstärkt und Ellen in einen sehr negativen State versetzt und den nochmals mit dem Rauchen selbst verknüpft ("Hast du jetzt Lust eine Zigarette zu rauchen?").

Auch wenn es erstmal unangenehm ist, macht dieses Vorgehen schon viel Sinn für mich, weil so die Lust zu rauchen wahrscheinlich innerhalb weniger Minuten abgebaut werden kann.

Danach lässt McKenna sie sich ein Nahrungsmittel vorstellen, das sie hasst, lässt sie starke Bilder davon erstellen, es essen, versetzt sie wieder in eine negative Wahrnehmung und verknüpft diese mit Zigaretten. Als sie sich dann vorstellt zu rauchen hat sie natürlich noch weniger Lust als vorher.

Ich denke, das ist ein gutes Tool, das man dem Klienten mitgeben kann, wenn er dann doch mal Lust auf eine Zigarette hat. Ob die Verknüpfung stark genug ist, um immer automatisch getriggert zu werden, wenn sie daran denkt, eine Zigarette zu rauchen, hängt wohl von der Person ab.

Danach macht McKenna noch eine Trance um das Ganze zu vertiefen.

Ich würde folgendermaßen vorgehen:

1. Positiven Nutzen des Rauchens rausfinden

Die meisten Raucher benutzen Zigaretten wahrscheinlich um sich zu entspannen, zum Stressabbau oder weil es so einfacher ist, soziale Kontakte zu knüpfen. (nur meine Theorien;)). Ich denke, das sollte bei der Entwöhnung berücksichtigt werden. McKenna hat es vielleicht auch gemacht, aber leider habe ich nicht die ganze Session gesehen.

Andernfalls steht die Person in diesen Situationen hinterher da und weiß nicht, was sie anstelle des Rauchens zum Stressabbau, oder was auch immer sie damit bezweckt, benutzen soll. Ich würde also herausfinden, welcher Nutzen das ist und dann eine Alternative finden, um den selben positiven Effekt zu erreichen. Erst dachte ich einfach an einen positiven Anker, getriggert durch das Zusammendrücken von Daumen und Zeigefinger, vielleicht geht aber auch Kaugummikauen, Süßholz esse oder etwas in der Art.

2. Definitive Entscheidung und Fokus setzen

Dann würde ich ihr klarmachen, dass es ihre Entscheidung ist und nur sie selbst mit dem Rauchen aufhören kann. Ich würde sie diese Entscheidung treffen lassen und würde dann mit Suggestionen und hypnotischen Sprachmustern den Fokus dieser Entscheidung verstärken.

Zum Beispiel: "Du hast die Entscheidung getroffen mit dem Rauchen aufzuhören und jetzt ist es wichtig, dass du mit dir selber eine Verpflichtung eingehst und dir versprichst, vollkommen hinter deiner Entscheidung zu stehen und deine Fokus nur darauf zu richten, ganz egal, was passiert. Die größte Macht, die du in deinem Leben besitzt, ist die Macht eigene Entscheidungen zu treffen und alles, was in deinem Leben passiert, passiert nur, weil du in der Vergangenheit eine bestimmte Entscheidung getroffen hast.

Damit festige ich die Entscheidung und etabliere das Belief System, dass sie die absolute Kontrolle über ihr Leben hat und sie sofort aufhören kann zu rauchen, wenn sie das möchte und sich dafür entscheidet.

3. Aversives Vorgehen/Negative Verknüpfungen

Dann würde ich ähnlich wie McKenna vorgehen. Mir ist noch die Alternative eingefallen, mehr mit dem Geschmack des Rauchens zu arbeiten. Ich könnte sie detailliert durch den Prozess des Rauchens führen und ihren Fokus auf den ekligen Geschmack, ein klebriges Gefühl im Hals und ein unangenehmes Gefühl in den Lungen zu legen.

4. Trance.

Als Abschluss würde ich eine Trance machen. Erstens, um im Gehirn gleich die Verknüpfung zu erzeugen "Wow, ich höre mit dem Rauche auf und fühle mich gleich so entspannt!!" und um nochmal viele Suggestionen ins Unterbewusstsein zu bringen. Vor allem die, dass sie jetzt Nichtraucherin ist und Zigaretten überhaupt nicht mag, und dass sie sich von jetzt an täglich ein bisschen besser fühlen kann und es überhaupt keinen Grund mehr für sie gibt zu Rauchen.

5. Test

Dann müssen wir natürlich checken, ob alles sitzt und sie wirklich keine Lust mehr auf Zigaretten hat. Dazu zündet sie sich eine Zigarette an und wenn alles gut gelaufen ist, findet sie es eklig, unangenehm und hat überhaupt keine Lust zu rauchen.

Soweit meine Theorie. Ich würde hören, wie ihr Raucherentwöhnungen gemacht habt und was ihr von meinem Vorgehen haltet. Ich weiß, dass sich so eine Session nicht skriptgenau vorher planen lässt, aber ich denke schon, dass es sehr viele Parallelen bei Rauchern gibt, die aufhören wollen.


Zitat
maggi
(@maggi)
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Hallo Basti

Ich rauche nicht, habe es von meinem 14. bis 22. Lebensjahr zur Genüge getan und werde damit auch nicht wieder anfangen.

Wie genau hast du aufgehört zu rauchen.......
Wie hast du das gemacht........

Was hast du anstatt gemacht...

Lieben Gruß
Mäggi


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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Ich hab erst mehrere Male aufgehört und wieder angefangen, dann kam eine Phase, in der ich abends kaum unterwegs war und damit nicht mehr so viel in den Situationen, in denen ich vorher geraucht hatte.

Mein Hauptstimulus für das Rauchen waren Alkohol und soziale Situationen.


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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Hi Basti,

zum Thema Raucherentwöhnung gibt es die unterschiedlichsten Ansätze, von denen Du einige schon gut beschrieben hast. Sicherlich funktioniert es auch, per Hypnose einen Ekel vor Zigaretten und Tabak zu suggerieren, ich bevorzuge aber die Methode, Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, und Lust auf ein neues, rauchfreies Leben zu machen.

Unter dem Strich läuft es für mich auf folgende Kurzformel hinaus:

1) Motivation
2) Motivation
3) Glaubenssatzarbeit und Refraiming
4) Geeignete Wirksuggestionen zur Auflösung der unbewussten Konditionierungen in Hypnose

Beste Grüße, Ilja


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maggi
(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 3488
 

Mein Hauptstimulus für das Rauchen waren Alkohol und soziale Situationen.

und.............:1:

aus welchem Grund hast du aufgehört :10:

was hast du gemacht?


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Anonym
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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Reacher wrote:

Unter dem Strich läuft es für mich auf folgende Kurzformel hinaus:

1) Motivation
2) Motivation
3) Glaubenssatzarbeit und Refraiming
4) Geeignete Wirksuggestionen zur Auflösung der unbewussten Konditionierungen in Hypnose

Danke für Deine Antwort, Ilja

Motivation kann sowohl positiv als auch negativ sein, richtig? Also sowohl die Verknüpfung von Rauchen mit negativen Erlebnissen in der Vergangenheit und Zukunft und auch die Fokussierung auf positive Veränderungen als Nichtraucher.

Mein Plan sähe zur Zeit so aus::

1. Entscheidungsfrage (Will Sie definitiv mit dem Rauchen aufhören und entscheidet sich jetzt mit allen Konsequenzen dafür?)

2. Mit Meta-Modell Fragen die Motivation (gegen das Rauchen, für das Nichtrauchen) und den positiven Nutzen des Rauchens möglichst genau rauszuarbeiten

3. Die Motivation so verstärken, dass aus der Entscheidung eine unumkehrbare Überzeugung wird (Bilder, Submodalitäten, Konditionierung)

4. Sicherstellen, dass der positive Nutzen erhalten bleibt (noch nicht ganz sicher, wie ich das mache)

5. Trance zur Auflösung/Neuverknüpfung der unbewussten Konditionierung ("wenn Dir in Zukunft jemand eine Zigarette anbiete, bist du vollkommen entspannt und verspürst nicht das Bedürfnis zu rauchen" etc.)

6. Test (Zigarette anbieten und schauen, ob sie noch Lust hat zu rauchen)

Was meint Ihr dazu?


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jlau
 jlau
(@jlau)
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Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 1
 

Hallo zusammen,

ich kann nur in Sachen Techniken zur Raucherentwöhnung die BD Hypnose empfehlen.

Ich weiß nicht wie Herr Dohmann das macht, aber es funktioniert. Seine Technik kommt aus der Hypnosetherapie.

Wenn ich das richtig verstanden habe, bildet es ein Kombination aus Hypnose und NLP ... wie auch immer in jedem Fall bin ich jetzt rauchfrei! 😆

Es hat mich so fasziniert, dass ich jetzt selbst eine Ausbildung in Hypnosetherapie bei ihm machen möchte.

Viele Grüße, Jlau


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Julian
(@julian)
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Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 4664
 

Hallo Jlau,

Da hast Du Dich angemeldet und anstatt "Hallo" zu sagen und Dich erst einmal vorzustellen postest Du gleich zwei Werbelinks und sonst überhaupt nichts. Nicht einmal ein Profilbild.
Ich hoffe, die Qualität des Herrn Dohmann ist besser als Dein Rapportaufbau. 😉

Alles Liebe, Julian!


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jizmack
(@jizmack)
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Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 80
 

Ich habe 13 Jahre lang stark geraucht :sick: bis ich den starken willen hatte aufzuhören. Jedoch war die sucht so stark das ich es nie schaffte. Ich nahm dann die Anti Raucher Pille Champix die mir geholfen hat. Das ist ein Suchtblocker und kein Nikotin Ersatzpräparat. Die Pille wirkt im Gehirn und ich fühlte mich so als ob ich die ganze zeit geraucht hätte etc. Kann ich nur empfehlen....

Es gibt viele Methoden zum aufhören und jeder sollte die beste für sich herausfinden. Ich wollte von beginn an immer schon mit einer Pille das Rauchen aufhören. Nur so hatte ich es mir von Anfang an vorgestellt. Als die Pille dann auf den Markt kam, war ich gerade im "Aufhör-Willen"

Jetzt bin ich 10 Jahre Rauchfrei :side: - Craving 👿 habe ich trotzdem noch. Dafür hilft wahrscheinlich nur der starke Wille

Ich würde mir nur zum Kiffen nochmal eine Rauchen - Kiffe derzeit aber nicht. :woohoo:

Zur Unterstützung würde ich noch DHE oder NLP empfehlen :silly: - nur die gute alte chemie nehmen.


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Julian
(@julian)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 4664
 

Ich halte Pillen wie Champix für sehr (!) zweifelhaft.
Mag für Dich geholfen haben, aber ehrlich gesagt möchte ich mein Gehirn keinem solchen Risiko aussetzen. Man weiß ja nie, ob die Pille nicht doch ein paar Denkprozesse gestört hat ...


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jizmack
(@jizmack)
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Beigetreten: Vor 8 Jahren
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Besser als zu sterben oder Krank zu werden. Es ist easy. Pille rein und langsam aufhören. Es gibt Nebenwirkungen, keine Frage. Für mich war es die richtige methode zur richtigen zeit. Nebenwirkungen hatte ich keine. Ich bin den Zeug verdammt dankbar.
10 Jahre Nichtraucher - Den Willen vorrausgesetz.
Über Denkprozesse würde ich mir weniger sorgen machen als über die Leber oder sowas. Ich kenne mich damit jedoch nicht aus.
Die Sucht ist gefährlicher als die Pille.


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jizmack
(@jizmack)
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Beiträge: 80
 

Wer raucht und sich ein paar tausend Krebserregende stoffe zuführt. Und das stündlich. Und sucht die denkprozesse und das gehrin massiv beeinflusst, brauct keine angst vor champix zu haben.


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jizmack
(@jizmack)
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Beiträge: 80
 

Viele Wege führen nach Rom. Letzendlich muss jeder die für ihn funktionerende Technik finden mit den Rauchen aufzuhören. Für den einen ist es Champix, für den anderen kalter Entzug. Ein andere will Hypnose oder Akkupunktur. Das Ergebnis zählt. Es gibt ja nicht "DIE" methode.
Ich kannte mal einen der hat mit den Buch "endlich nichtraucher" aufgehört. Einfach so.Mein Vater mit kalten entzug. ich mit champix. vorher habe ich kaugummis und pflaster probiert, was nichts gebracht hat.


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jizmack
(@jizmack)
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Beiträge: 80
 

Obwohl mir NLP bei der Motivation zur Raucherentwöhnung sehr geholfen hat.
Ich hatte gerade mit nlp begonnen und das warf viele glaubensätze die ich über das rauchen über board.
Warum rauche ich?
was gibt es mir ?
was bilde ich mir ein davon zu haben?
warum habe ich angefangen ? etc etc etc
Es hatte mich stark und dauerhaft verändert.

Ausserdem war ich noch überzeugt an Lungenkrebs erkrankt zu sein, so eine art männergrippe. dann war hoch motiviert aufzuhören und dann kam mir die champix pille in den weg. so wie ich schon immer aufhören wollte.


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