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Wie baue ich eine gute Metapher auf?

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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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Hi!

Ich bin inzwischen ein ganz großer Fan von Metaphern und Geschichten.

Das direkte überreden von Leuten bzw. etwas von Ihnen zu wollen, darin bin ich nicht besonders gut. Ob es mit Metaphern besser klappt weis ich jetzt noch nicht so genau, bin derzeit am ausprobieren und macht mir definitiv mehr Spaß!

Frage: Wie baue ich eine gute Metapher auf?
Jetzt wo ich es so lese: Wie baue ich denn eine SCHLECHTE Metapher?

Lernt man so etwas im Master? Was ist den gute Literatur zum Thema "Metaphern" selbst bauen.

Beispiel 1: Jemanden dazu überreden, seinen Plan zu ändern und sich auf etwas unbekanntes einzulassen.

Kurzfassung: Ich war in München, wollte unbedingt in ein Restaurant X mit meiner Freundin. Das hatte aber Urlaub! Da war ich sauer weil ich unbedingt dort hin wollte! Nach einer Stunde in der Kälte fanden wir intuitiv Restaurant Y, dass wir beide nicht kannten. Dort hatte ich das beste Steak meines Lebens!

Botschaft: "Wer weis wozu es gut ist, wenn Plan X nicht klappt, nimm die Stunde in der Kälte in kauf, vertraue Deiner inneren Wahrnehmung und Du wirst mit Plan Y evtl. einen super Erfolg haben!"

LG

Deniz


Zitat
Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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*Das direkte überreden von Leuten bzw. etwas von Ihnen zu wollen, darin bin ich nicht besonders gut*

dafür sind Metaphern nicht gedacht..

Ich dachte Metaphern sind dazu da, Veränderungen herbeizuführen? Wozu sind sie den im NLP-Kontext gedacht?


AntwortZitat
maggi
(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 3488
 

Hallo Deniz

Ich bin auch ein großer Fan von Metaphern und Geschichten....
Hier im Forum sind jede Menge Metaphern die du dir durchlesen kannst....auch um zu erfahren wie sie aufgebaut sind.

Schau auch in NLPdia
Metapher ? NLPedia

Dein Vergleich mit dem Restaurant ist eher......

wenn etwas nicht funktioniert ,mach was anderes
Das positive im Negativen zu sehen...

als eine Methapher..
Man könnte daraus eine machen......

Sorry....den vorherigen Beitrag hatte ich wieder gelöscht

Ich dachte Metaphern sind dazu da, Veränderungen herbeizuführen? Wozu sind sie den im NLP-Kontext gedacht?

Sicher sind sie dafür gedacht........
das heißt aber weniger überreden sondern das Gehirn bzw. das Unterbewußtsein deines gegenübers findet Geschcihten einfach pannend und die Botschaft die dann rüberkommt .ist logischer und dein gegenüber nimmt sie einfach besser auf.......

unter anderem weil andere betroffen sind.......er nimmt dieses und verändert damit seine Sichtweise auf das Thema.

Du wärest nur der Erzähler der eine passende Metapher aussucht......

Lese dir einfach mal Methaphern durch........zum Beispiel die von dem Baum......dann weißt du was ich meine.

Lieben Gruß
Mäggi


AntwortZitat
maggi
(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 3488
 

Metaphern
Metaphern haben für die Kommunikation und das eigene Verständnis eine unglaublich große Bedeutung. Schon seit alters her werden Metaphern als Mittel zur Lehre und Veränderung von Vorstellungen, Ideen und Lebenseinstellungen eingesetzt. Schamanen, Philosophen und Propheten haben intuitiv die der Metapher innewohnende Kraft erkannt und sich ihrer bedient. Von Platon bis Jesus, von Buddha über Don Juan bis hin zu Richard Bandler wurden Metaphern als powervolle Beeinflussungswerkzeuge erkannt und genutzt.

In Metaphern stehen Menschen, Tiere oder Pflanzen bestimmten Schwierigkeiten gegenüber oder sie sind in besonderen Situationen. Die Metapher erzählt, wie sie das Problem lösen, die Situation bewältigen konnten. So erfahren wir etwas und vielleicht trifft uns die Metapher und vermittelt uns eine Idee, wie wir unsere Probleme lösen können.

FUNKTION UND NUTZEN VON METAPHERN

Die Metapher liefert Spielmaterial für das Unbewusste. Der rote Faden der Metapher vertreibt dem linken Gehirn die Zeit, und die Botschaft gelangt direkt
in das Unbewusste; die linke Gehirnhälfte hat keinen Zugriff darauf.

Die Metapher kann auch gut im Coaching eingesetzt werden, denn sie bietet einen Reiz, um auf neue Art und Weise über etwas nachzudenken. Die aktuelle Problematik wird in einen anderen Kontext übersetzt und kann dann mit mehr Abstand betrachtet werden.

Die Metapher kann oft bei einer Integration ungeheuer hilfreich sein. Eine Sackgasse löst sich auf durch eine plötzliche Einsicht. Auch wenn die Metapher nichts anderes tut, als eine Information für die andere Gehirnhälfte zu übersetzen.

Den Teilnehmern von Seminaren kommen die Inhalte wesentlich vertrauter und eingängiger vor, nachdem man eine Metapher dazu erzählt hat.

Metaphern steigern die Motivation und Stimmung. Sie können gut genutzt werden, um jemand anderes in einen bestimmten Gefühlszustand zu versetzen.

VORSICHT VOR MISSVERSTÄNDNISSEN IN METAPHERN

„Eine sehr kompetente Frau, die in einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft arbeitete, wollte, dass eine schizophrene Frau mehr Zeit im Tagesraum verbringen sollte, damit sie dort mehr in Kontakt mit anderen käme und weniger Zeit in Isolation verbringen würde. Also erzählte sie ihr eine Geschichte über eine wunderschöne Rose, die hinten in einer schattigen, feuchten Ecke eines Hinterhofes blühte. Eines Tages bemerkte der Gärtner diese Rose, schnitt sie ab und stellte sie in eine Vase in den Eingangsraum, wo jeder, der vorbeiging, sie sehen und bewundern konnte ... Am nächsten Tag schnitt sich die junge Frau die Pulsadern auf, um Aufmerksamkeit zu erhalten (Genauso wie der Gärtner die Rose geschnitten hatte)!“

Man kann niemanden hundertprozentig davon abhalten, eine Art der Interpretation zu finden, von der man nicht will, dass er sie macht; * man kann zumindest so sorgfältig sein, dass man es ihm schwer macht, den falschen Weg einzuschlagen. Prüfe deshalb Deine Metaphern auf unbeabsichtigte Bedeutungen, Mehrdeutigkeiten, Vorannahmen und mögliche Interpretationen. Natürlich lebt eine gute Metapher * auch von diesen Prozessen.

Sätze wie „den Löffel abgeben“ haben zwei Bedeutungen: eine wörtliche und dass jemand stirbt. Jedes Mal, wenn man eine solche Redewendung gebraucht, werden beide Bedeutungen registriert.

METAPHERN VORTRAGEN

Ebenso wichtig wie die Konstruktion ist die Art und Weise, wie die Metapher letztendlich vorgetragen wird. Dabei ist ein optimaler Rapport äußerst wichtig. Bei Gruppen möglichst die drei Hauptrepräsentationssysteme pacen.

1.Kongruent vortragen
2.Die Absicht verstecken (So tun, als wäre die Geschichte von jemand anderem oder für jemand anderes)
3.Trance, ja oder nein (in Trance in der Regel besser zu verankern)
4.Unbewusstes Feedback beachten
5.Nicht deuten

Um Dich inspirieren zu lassen und eventuelle Vorlagen für gute Metaphern zu finden sollen Dir folgende Tipps helfen:

Bandler und Grinder empfehlen
- Fachzeitschriften
- Tierfabeln
- Märchengeschichten für Kinder (Grimms Märchen, 1001 Nacht usw.)
- Sufi-Geschichten
- Bibel und andere religiöse Bücher
- Internet-Sammlungen
- Science-Fiction
- Geschichtliche Metaphern (Hannibal, Cäsar, Heinrich der VIII. u.v.a.)


AntwortZitat
maggi
(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 3488
 

Hier eine schöne Metapher

Die goldene Schraube
[INDENT]Ein Bauer und seine Frau wünschten sich schon lange ein Kind.

Endlich wurde ihr Wunsch erfüllt und sie bekamen einen Sohn.
Doch dort wo der Junge eigentlich den Bauchnabel haben sollte....an dieser Stelle war eine goldene Schraube.

Die Eltern suchten Rat bei Ärzten und Gelehrten,aber keiner konnte ihnen helfen oder erklären aus welchem Grund nun diese Schraube dort war.

Sie verkauften Hab und Gut um Experten in aller Welt zu bezahlen.Doch keiner konnte ihnen helfen.
Der Junge wurde zum Mann und er machte sich auf die Suche das Rätsel doch noch zu lösen und die Schraube zu entfernen.Er kannte keinen der anstatt das Nabels eine goldene Schraube hatte.

Im fernen Tibet so hieß es .war ein Weiser der das Rätsel lösen könnte.
Er machte sich auf den Weg und nach vielen Monaten erreichte er Tibet.

r legte sich unter einem Strauch und wollte sich erst einmal ausruhen bevor er zu dem Weisen ging.

In dieser Nacht hatte er einen Traum..........

Der Busch unter dem er schlief wurde ein goldener Busch und er sah daran goldene Werkzeuge.
Er sah ...das auch ein goldener Schraubenschlüssel dabei war.
Er nahm ihn,setzte ihn an der Schraube an .....und sie lies sich drehen.

Langsam drehte er die Schraube raus und als dies geschehen war hörte er hinter sich ein scheppern.

Er dreht sich um und erschrak.

Sein Arsch war abgefallen.

Also.........................

Entferne nie etwas wo du nicht ganz genau weißt welche Funktion es hat.:3:

das ist die eigentliche Botschaft........etwas nicht zu entfernen wenn man nicht weiß welche Funktion es hat.......
die Geschcihte drumherum ist nur was nettes fürs Hirn..../Unterbeweußtsein

Sagst du soetwas um eine Veränderung beim gegenüber zu bringen ...wird er/sie das kaum so schnell übernehmen.

Die Krux dabei ist....
Du kommst wesentlich eleganter ans Ziel weil dein gegenüber selbst den Wunsch hat das soetwas nicht passiert.

[/INDENT]


AntwortZitat
maggi
(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 3488
 

Hier die Metapher vom Baum

Es sind ja viele Neu hier...relativ neu

Der Baum

Es war einmal ein Gärtner. Eines Tages nahm er seine Frau bei der Hand und sagte:
"Komm, Frau, wir wollen einen Baum pflanzen." Die Frau antwortete:
"Wenn du meinst, mein lieber Mann, dann wollen wir einen Baum pflanzen."

Sie gingen in den Garten und pflanzten einen Baum.

Es dauerte nicht lange, da konnte man das erste Grün zart aus der Erde sprießen sehen.
Der Baum, der eigentlich noch kein richtiger Baum war, erblickte zum ersten Mal die Sonne.
Er fühlte die Wärme ihrer Strahlen auf seinen Blättchen und streckte sich ihnen hoch entgegen.
Er begrüßte sie auf seine Weise, ließ sich glücklich bescheinen und fand es wunderschön,
auf der Welt zu sein und zu wachsen.

"Schau", sagte der Gärtner zu seiner Frau, "ist er nicht niedlich, unser Baum?"
Und seine Frau antwortete: "Ja, lieber Mann, wie du schon sagtest: Ein schöner Baum!"

Der Baum begann größer und höher zu wachsen und reckte sich immer weiter der Sonne entgegen.
Er fühlte den Wind und spürte den Regen, genoß die warme und feste Erde um seine Wurzeln
und war glücklich. Und jedesmal, wenn der Gärtner und seine Frau nach ihm sahen,
ihn mit Wasser tränkten und ihn einen schönen Baum nannten, fühlte er sich wohl.
Denn da war jemand, der ihn mochte, ihn hegte, pflegte und beschützte.
Er wurde lieb gehabt und war nicht allein auf der Welt.

Eines Tages merkte der Baum, daß es besonders schön war, ein wenig nach
links zu wachsen, denn von dort schien die Sonne mehr auf seine Blätter.
Also wuchs er jetzt ein wenig nach links.

"Schau", sagte der Gärtner da zu seiner Frau, "unser Baum wächst schief.
Seit wann dürfen Bäume denn schief wachsen, und dazu noch in unserem Garten?
Ausgerechnet unser Baum! Gott hat die Bäume nicht erschaffen, damit sie schief wachsen, nicht wahr, Frau?" Seine Frau gab ihm natürlich recht. "Du bist eine kluge und gottesfürchtige Frau",
meinte daraufhin der Gärtner. "Hol also unsere Schere, denn wir wollen
unseren Baum gerade schneiden."

Der Baum weinte. Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten, denen er vertraute,
schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten waren. Er konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. Er konnte nicht begreifen. Aber sie sagten ja, daß sie ihn lieb hätten und es gut mit ihm meinten. Und sie sagten, daß ein richtiger Baum gerade wachsen müsse. Und daß Gott es nicht gern sähe, wenn er schief wachse. Also mußte es wohl stimmen. Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen.

"Ist er nicht brav, unser Baum?" fragte der Gärtner seine Frau. "Sicher, lieber Mann", antwortete sie, "du hast wie immer recht. Unser Baum ist ein braver Baum."

Der Baum begann zu verstehen. Wenn er machte, was ihm Spaß und Freude bereitete, dann war er anscheinend ein böser Baum. Er war nur lieb und brav, wenn er tat, was der Gärtner und seine Frau von ihm erwarteten. Also wuchs er jetzt strebsam in die Höhe und gab acht darauf, nicht mehr schief zu wachsen.

"Sieh dir das an", sagte der Gärtner eines Tages zu seiner Frau, "unser Baum wächst unverschämt schnell in die Höhe. Gehört sich das für einen rechten Baum?" Seine Frau antwortete: "Aber nein, lieber Mann, das gehört sich natürlich nicht. Gott will, daß Bäume langsam und in Ruhe wachsen. Und auch unsere Nachbarin meint, daß Bäume bescheiden sein müßten, ihrer wachse auch schön langsam."

Der Gärtner lobte seine Frau und sagte, daß sie etwas von Bäumen verstehe. Und dann schickte er sie die Schere holen, um dem Baum die Äste zu stutzen.

Sehr lange weinte der Baum in dieser Nacht. Warum schnitt man ihm einfach die Äste ab, die dem Gärtner und seiner Frau nicht gefielen? Und wer war dieser Gott, der angeblich gegen alles war, was Spaß machte?

"Schau her, Frau", sagte der Gärtner, "wir können stolz sein auf unseren Baum." Und seine Frau gab ihm wie immer recht.

Der Baum wurde trotzig. Nun gut, wenn nicht in die Höhe, dann eben in die Breite. Sie würden ja schon sehen, womit sie damit kommen. Schließlich wollte er nur wachsen, Sonne, Wind und Erde fühlen, Freude haben und Freude bereiten. In seinem Innersten spürte er ganz genau, daß es richtig war, zu wachsen. Also wuchs er jetzt in die Breite.

"Das ist doch nicht zu fassen!" Der Gärtner holte empört die Schere und sagte zu seiner Frau: "Stell dir vor, unser Baum wächst einfach in die Breite. Das könnte ihm so passen. Das scheint ihm ja geradezu Spaß zu machen. So etwas können wir auf keinen Fall dulden!" Und seine Frau pflichtete ihm bei: "Das können wir nicht zulassen. Dann müssen wir ihn eben wieder zurechtstutzen."

Der Baum konnte nicht mehr weinen, er hatte keine Tränen mehr. Er hörte auf zu wachsen. Ihm machte das Leben keine rechte Freude mehr. Immerhin, er schien nun dem Gärtner und seiner Frau zu gefallen. Wenn auch alles keine rechte Freude mehr bereitete, so wurde er wenigstens lieb gehabt. So dachte der Baum.

Viele Jahre später kam ein kleines Mädchen mit seinem Vater am Baum vorbei. Er war inzwischen erwachsen geworden, der Gärtner und seine Frau waren stolz auf ihn. Er war ein rechter und anständiger Baum geworden.

Das kleine Mädchen blieb vor ihm stehen. "Papa, findest du nicht auch, daß der Baum hier ein wenig traurig aussieht?" fragte es.

"Ich weiß nicht", sagte der Vater. "Als ich so klein war wie du, konnte ich manchmal auch sehen, ob ein Baum fröhlich oder traurig ist. Aber heute sehe ich das nicht mehr."

"Der Baum sieht wirklich ganz traurig aus." Das kleine Mädchen sah ihn mitfühlend an. "Den hat bestimmt niemand richtig lieb. Schau mal, wie ordentlich der gewachsen ist. Ich glaube, der wollte mal ganz anders wachsen, durfte aber nicht. Und deshalb ist er jetzt traurig."

"Vielleicht", antwortete der Vater versonnen. "Aber wer kann schon wachsen, wie er will?"

"Warum denn nicht?" fragte das Mädchen. "Wenn jemand den Baum wirklich lieb hat, kann er ihn auch so wachsen lassen, wie er selber will, oder nicht? Er tut damit doch niemandem etwas zuleide."

Erstaunt und schließlich erschrocken blickte der Vater sein Kind an. Dann sagte er: "Weißt du, keiner darf so wachsen, wie er will, weil sonst die anderen merken würden, daß auch sie nicht so gewachsen sind, wie sie eigentlich mal wollten."

"Das verstehe ich nicht, Papa!"

"Sicher, Kind, das kannst du noch nicht verstehen. Auch du bist vielleicht nicht immer so gewachsen, wie du gerne wolltest. Auch du durftest nicht."

"Aber warum denn nicht, Papa? Du hast mich doch lieb und Mama hat mich auch lieb, nicht wahr?"

Der Vater sah sie eine Weile nachdenklich an. "Ja", sagte er dann, sicher haben wir dich lieb."

Sie gingen langsam weiter und das kleine Mädchen dachte noch lange über dieses Gespräch und den traurigen Baum nach. Der Baum hatte den beiden aufmerksam zugehört, und auch er dachte lange nach. Er blickte ihnen noch hinterher, als er sie eigentlich schon lange nicht mehr sehen konnte. Dann begriff der Baum. Und er begann hemmungslos zu weinen.

In dieser Nacht war das kleine Mädchen sehr unruhig. Immer wieder dachte es an den traurigen Baum und schlief schließlich erst ein, als bereits der Morgen zu dämmern begann.

Natürlich verschlief das Mädchen an diesem Morgen. Als es endlich aufgestanden war, wirkte sein Gesicht blaß und stumpf.

"Hast du etwas schlimmes geträumt", fragte der Vater.

Das Mädchen schwieg, schüttelte dann den Kopf.

Auch die Mutter war besorgt: "Was ist mit dir?"

Und da brach schließlich doch all der Kummer aus dem Mädchen. Von Träumen überströmt stammelte es: "Der Baum! Er ist so schrecklich traurig. Darüber bin ich so traurig. Ich kann das alles einfach nicht verstehen."

Der Vater nahm die Kleine behutsam in die Arme, ließ sie in Ruhe ausweinen und streichelte sie liebevoll. Dabei wurde ihr Schluchzen nach und nach leiser und die Traurigkeit verlor sich allmählich. Plötzlich leuchteten die Augen des Mädchens auf, und ohne daß die Eltern etwas begriffen, war es aus dem Haus gerannt.

Wenn ich traurig bin und es vergeht, sobald mich jemand streichelt und in die Arme nimmt, geht es dem Baum vielleicht ähnlich - so dachte das Mädchen.

Und als es ein wenig atemlos vor dem Baum stand, wußte es auf einmal, was zu tun war. Scheu blickte die Kleine um sich. Als sie niemand in der Nähe entdeckte, strich sie zärtlich mit den Händen über die Rinde des Baumes. Leise flüsterte sie dabei: "Ich mag dich, Baum. Ich halte zu dir. Gib nicht auf, mein Baum!"

Nach einer Weile rannte sie wieder los, weil sie ja zur Schule mußte. Es machte ihr nichts aus, daß sie zu spät kam, denn sie hatte ein Geheimnis und eine Hoffnung.

Der Baum hatte zuerst gar nicht bemerkt, daß ihn jemand berührte. Er konnte nicht glauben, daß das Streicheln und die Worte ihm galten - und auf einmal war er ganz verblüfft, und es wurde sehr still in ihm.

Als das Mädchen wieder fort war, wußte er zuerst nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Dann schüttelte er seine Krone leicht im Wind, vielleicht ein bißchen zu heftig, und sagte zu sich, daß er wohl geträumt haben müsse. Oder vielleicht doch nicht? In einem kleinen Winkel seines Baumherzens hoffte er, daß es kein Traum gewesen war.

Auf dem Heimweg von der Schule war das Mädchen nicht allein. Trotzdem ging es dicht an dem Baum vorbei, streichelte ihn im vorübergehen und sagte leise: "Ich mag dich, und ich komme bald wieder." Da begann der Baum zu glauben, daß er nicht träumte, und ein ganz neues, etwas seltsames Gefühl regte sich in einem kleinen Ast.

Die Mutter wunderte sich, daß ihre Tochter auf einmal so gerne einkaufen ging. Auf alle Fragen der Eltern lächelte die Kleine nur und behielt ihr Geheimnis für sich. Immer wieder sprach das Mädchen nun mit dem Baum, umarmte ihn manchmal, streichelte ihn oft. Er verhielt sich still, rührte sich nicht. Aber in seinem Inneren begann sich etwas immer stärker zu regen. Wer ihn genau betrachtete, konnte sehen, daß seine Rinde ganz langsam eine freundlichere Farbe bekam. Das Mädchen jedenfalls bemerkte es und freute sich sehr.

Der Gärtner und seine Frau, die den Baum ja vor vielen Jahren gepflanzt hatten, lebten regelmäßig und ordentlich, aber auch freudlos und stumpf vor sich hin. Sie wurden älter, zogen sich zurück und waren oft einsam. Den Baum hatten sie so nach und nach vergessen, ebenso wie sie vergessen hatten, was Lachen und Freude ist - und Leben.

Eines Tages merkten sie, das manchmal ein kleines Mädchen mit dem Baum zu reden schien. Zuerst hielten sie es einfach für eine Kinderei, aber mit der Zeit wurden sie doch etwas neugierig. Schließlich nahmen sie sich vor, bei Gelegenheit einfach zu fragen, was das denn soll. Und so geschah es dann auch.

Das Mädchen erschrak, wußte nicht so recht, wie es sich verhalten sollte. Einfach davonlaufen wollte es nicht, aber erzählen, was wirklich war - das traute sie sich nicht.

Endlich gab die Kleine sich einen Ruck, dachte: "Warum eigentlich nicht?" und erzählte die Wahrheit. Der Gärtner und seine Frau mußten ein wenig lachen, waren aber auf seltsame Weise unsicher, ohne zu wissen, warum. Ganz schnell gingen sie wieder ins Haus und vergewisserten sich gegenseitig, daß das kleine Mädchen wohl ein bißchen verrückt sein müsse.

Aber die Geschichte ließ sie nicht mehr los. Ein paar Tage später waren sie zufällig in der Nähe des Baumes, als das Mädchen wieder kam.

Diesesmal fragte es die Gärtnersleute, warum sie denn den Baum so zurechtgestutzt haben. Zuerst waren sie empört, konnten aber nicht leugnen, daß der Baum in den letzten Wochen ein freundlicheres Aussehen bekommen hatte. Sie wurden sehr nachdenklich.

Die Frau des Gärtners fragte schließlich: "Meinst du, daß es falsch war, was wir getan haben?"

"Ich weiß nur" antwortete das Mädchen, "daß der Baum traurig ist. Und ich finde, daß das nicht sein muß. Oder wollt ihr einen traurigen Baum?"

"Nein!" rief der Gärtner. "Natürlich nicht. Doch was bisher gut und recht war, ist ja wohl auch heute noch richtig, auch für diesen Baum." Und die Gärtnersfrau fügte hinzu: "Wir haben es doch nur gut gemeint."

"Ja das glaube ich", sagte das Mädchen, "ihr habt es sicher gut gemeint und dabei den Baum sehr traurig gemacht. schaut ihn doch einmal genau an!" Und dann ließ sie die beiden alten Leute allein und ging ruhig davon mit dem sicheren Gefühl, daß nicht nur der Baum Liebe brauchen würde.

Der Gärtner und seine Frau dachten noch sehr lange über dieses seltsame Mädchen und das Gespräch nach. Immer wieder blickten sie verstohlen zu dem Baum, standen oft vor ihm, um ihn genau zu betrachten. Und eines Tages sahen auch sie, daß der Baum zu oft beschnitten worden war. Sie hatten zwar nicht den Mut, ihn auch zu streicheln und mit ihm zu reden. Aber sie beschlossen ihn wachsen zu lassen, wie er es wollte.

Das Mädchen und die beiden alten Leute sprachen oft miteinander - über dies oder das und manchmal über den Baum. Gemeinsam erlebten sie, wie er ganz behutsam, zuerst ängstlich und zaghaft, dann ein wenig übermütig und schließlich kraftvoll zu wachsen begann. Voller Lebensfreude wuchs er schief nach unten, als wollte er zuerst einmal seine Glieder räkeln und strecken. Dann wuchs er in die Breite, als wolle er die ganze Welt in seine Arme schließen, und in die Höhe, um allen zu zeigen, wie er sich fühlte. Auch wenn der Gärtner und seine Frau es sich selbst nicht trauten, so sahen sie doch mit stiller Freude, daß das Mädchen den Baum für alles lobte, was sich an ihm entfalten und wachsen wollte.

Voll Freude beobachtete das Mädchen, daß es dem Gärtner und seiner Frau beinahe so ähnlich ging wie dem Baum. Sie wirkten lebendiger und jünger, fanden das Lachen und die Freude wieder und stellten eines Tages fest, daß sie wohl manches im Leben falsch gemacht hatten. Auch wenn das jetzt nicht mehr zu ändern wäre, so wollten sie wenigstens den Rest ihres Lebens anders gestalten. Sie sagten auch, daß sie Gott wohl ein wenig falsch verstanden hätten, denn Gott sei schließlich kein Gefängnis. So blühten gemeinsam mit dem Baum zwei alte Menschen zu neuem Leben auf.

Es gab keinen Garten weit und breit, in welchem ein solch schief und wild und fröhlich gewachsener Baum stand. Oft wurde er jetzt von Vorübergehenden bewundert, was der Gärtner, seine Frau und das Mädchen mit stillem, vergnügten Lächeln beobachteten. Am meisten freute sie, daß der Baum all denen Mut zum Leben machte, die ihn wahrnahmen und bewunderten.

Diesen Menschen blickte der Baum noch lange nach - oft bis er sie gar nicht mehr sehen konnte. Und manchmal begann er dann, so daß es sogar einige Menschen spüren konnten, tief in seinem Herzen glücklich zu lachen.


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Anonym
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Hallo Mäggi,

vielen Dank für die schönen Metaphern. Bezug vom Baum wachse lassen zu Kinder Entwickung nicht einschränken kann hergestellt werden. Ist wahrscheinlich auch der Sinn der Baum metapher.. Schön immer wieder durch so nette Geschichten die Augen geöffnet zu bekommen.

Gruß Ertan.

Der NLP Virus hat mich erwischt.


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maggi
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Hallo Ertan

Der Baum ist für mich die schönste und wichtigste Metapher überhaupt.....
Das was gesagt werden will hast du gut verstanden.......und das ist in einer solchen Metapher das wesentliche worauf es überhaupt ankommt.

Der NLP Virus hat mich erwischt.

sehr schön........:26:
stecke mal viele Leute an.......:14::14::14::14:

Lieben Gruß
Mäggi


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Anonym
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normalerweise sind Methaphern doch so in etwa wie das vergleichen. Präziser, das Ergebnis eines Vergleich. So wie manche Bilder visuell gemalte vergleiche ( methaphern) sind. So gleicht der deprimierte fisch im schmutzwasser xxx der empfindung eines öoko terroristen

edit : ach, da stehts doch drinne ich depp.

wo sind die fiesen methoden ?


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Die frohe Huhre Aiche

die frohe huhre Aiche liebt alle Tiere. Sie liebt alle Tiere so sehr das sie ständig fremde tiere mit nachhause bringt. Ganz besonders liebt sie ihren Schäfer Hund eine besondere adelige Rasse. Ihr Schäferhund ist die direkte abstammung vom Wolf und sehr sehr selten. Vielleicht der noch der einzigste auf der Welt. So sehr leibt sie Tiere das er bei ihr gut aufgehoben ist.
Abends findet so auf der strasse eine rattenfamilie die vom rattenfänger gejagt und getötet werden soll. Heimlich "rettet" sie die rattenfamilie wie noah von der arche noah. Sie weiss das ihr Schäferhund eine Rattenallergie und Angst wegen der pest und Flöhe hat. Dennoch ist ihr Herz so groß und ihr Mitleid noch viel größer.

Dannnach stirbt der Hund and Flöhe, Würmer und Pest, der rest ihrer tiere ebenfalls. nur die rattenfamilie überlebt


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