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Ich bin gegen Religionsfreiheit!


(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Weil ich es viel spannender andersrum finde.

Wenn ich in die Türkei zum Urlaub einreise, ich müsste zum Islam konvertieren. In eine Moschee gehen. In Köln würd ich evangelisch werden. Bei einer USA-Rundreise abwechselnd zum Scientologen, zum christlichen Fundamentalisten oder Mitglied der Church of the Sub-Genius. In London würde ich zur Church of England konvertiert - und beim Spaziergang durch Chinatown würde ich Atheist werden.

Wär das nicht göttlich?


   
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(@maggi)
Famed Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 3488
 

von Mietze
Wär das nicht göttlich?

Nee.........:19:

Ich sag dir auch warum.....
Weil außer der Religion noch so einiges mitspielt was an Religion angehängt ist.

Und mich diesem ganz und gar "hinzugeben " müßte ich meine ganzen Werte...Glaubenssätze (die nichts mit Religion zu tun haben) über Bord werfen.
zum Beispiel...Burka tragen (je nach Land und Gebiet)
meine Rechte als Frau ...

als Gast jederzeit...das wäre interssant.

Lieben Gruß
Mäggi


   
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(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Grüße Euch!

Ich fand den Dalai Lama ganz anregend, als er einmal in einem Interview in seiner liebenswürdig lächelnden Art meinte, dass er gar nicht verstehe, warum so viele mitteleuropäische Menschen nach Dharamsala pilgern, da ihre spirituellen Wurzeln doch ganz andere seien und sie doch besser in ihren eigenen glaubenssystemen aufgehoben wären. Ich dachte damals für mich: "Ja, er hat recht. Religion ist mehr als nur ein gerahmtes Glaubenssystem. Sie ist immer verwoben mit Kultur, Geschichte, Sprache, Mysterien, etc. eines bestimmten Kluturkreises. Diese Wurzeln gehen tief und die Verstrickungen durchziehen mehr als nur den Glauben."

Sich annähern, Austauschen, Gleiches finden, Unterschiede in ihrer historischen und kulturellen Gebundenheit verorten und sich und die Anderen im Sosein akzeptieren (nicht nur tolerieren) - ja, das ist für mich in meiner welt ein feiner Weg im Umgang mit Religionen.

Religionsfreiheit, das heißt die freie und unabhängige Wahl der Religionszugehörigkeit, und damit für mich auch eng verbunden, die Trennung zwischen Staat und Kirche, ist für mich persönlich ein hohes Gut und als eines der grundlegenden unveräußerlichen Menschenrechte etwas, auf das ich nicht ohne Widerstand verzichten würde.

Lieben Gruß

Heidi


   
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(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Danke für die Antworten!

Interessant: Ich hatte anderes erwartet.

Klar ist Religion ganz eng mit anderen sozialen Verhaltensweisen verbunden. Aber würde es nicht genau das spannend machen?

Ich sage ja nicht, dass das realisierbar ist. Klar gibt es praktische Probleme wenn ich mal indisch Essen gehen will, schon hungrig bin und erst noch Hindi werden muss. Oder wenn ich am Weg nach Hause die 2 Stationen mit der Straßenbahn fahre, die orthodox jüdische Straßenbahn erwische und völlig unpassend gekleidet bin. Noch schlimmer: Ich besuche einen Freund im Studentenheim und die haben gerade eine Sekte gegründet, bei der man mit rasiertem Kopf auf einem Bein stehen muss.

Aber: Wie wäre es in einer Gesellschaft zu leben, in der das die Norm ist?

Könnten denn in so einer Gesellschaft Mütter und Väter ihre Töchter in Burkhas stecken?


   
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(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Aber: Wie wäre es in einer Gesellschaft zu leben, in der das die Norm ist?

Also für mich wäre das furchtbar, denn es ist wie so vieles heutzutage mit einem verbunden: Mit Zwang!

Und mit jedem Zwang schränkst Du die persönliche Freiheit eines jeden und damit seine Wahlmöglichkeiten ein...meine Welt ist das nicht!

Wenn Du das ganze allerdings freiwillig tun würdest, einfach weil Du Lust darauf hast, weil Du Dir neue Erkenntnisse versprichst, finde ich Deine Ursprungsidee ziemlich genial. Du selbst scheinst ja auch recht begeistert davon zu sein...was hindert Dich denn bisher daran, es einmal auszuprobieren?

Liebe Grüße
Ilja


   
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(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Reacher wrote:

Also für mich wäre das furchtbar, denn es ist wie so vieles heutzutage mit einem verbunden: Mit Zwang! Und mit jedem Zwang schränkst Du die persönliche Freiheit eines jeden und damit seine Wahlmöglichkeiten ein...meine Welt ist das nicht!

Genauso dogmatisch könnte ich sagen: Jeder Zwang schafft Sicherheit, denn so können Menschen in ihrer sozialen Umgebung sich besser orientieren. Sie können andere Menschen viel besser einschätzen und viel besser miteinander umgehen weil Zwänge für eine breitere gemeinsame Basis der Verhaltensweisen sorgen.

Wir leben vermutlich in der zwanglosesten Gesellschaft, die es je auf diesem Planeten gab. Könnte das der Grund dafür sein, dass wir so viele Angststörungen haben?

Du selbst scheinst ja auch recht begeistert davon zu sein...was hindert Dich denn bisher daran, es einmal auszuprobieren?

Warum nur einmal? :3:
Kann es sein, dass Du gerade NLP benutzt um mir etwas aufzuzwingen? :4:

Mein Schwerpunkt an dem Gedankenexperiment ist mehr das "was wäre das für eine Gesellschaft, die auf diese Art und mit Werten (und den Zwängen dazu) umgeht, als das persönliche Einzelexperiment.

Ich war viel neugieriger auf die Antworten aus anderen Persönlichkeiten gewesen, als darauf, welche Wertung mein Inhalt bekommt. Es kann mir etwas zeigen, was ich selbst übersehen könnte.

Liebe Grüße,
Thomas

PS: Das Einzelexperiment ist mit Politik statt Religion sehr interessant und recht einfach durchführbar.


   
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(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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Gott gab uns doch den freien Willen....


   
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(@Anonym)
New Member Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Deadalus wrote:

Gott gab uns doch den freien Willen....

Meine Damen und Herren: In der roten Ecke der Titelverteidiger. Der "Nagler von Wittenberg": Maaaaartin Luther! (Die Menge johlt) In der blauen Ecke, der um nichts weniger gefährliche Herausforderer. Der "Menschenfreund", der "Ketzer", er hat viel trainiert: "Eeeeerasmus von Rotterdam" (Die Menge brüllt) Wir erwarten von der ersten Runde an einen spannenden Kampf zweier ...

Sorry, ich konnte nicht widerstehen. :10:

Ein Freund von mir, hatte mal einen sehr unkonventionellen Ansatz zu dieser Frage: Was, wenn unser Eindruck, Gott wäre nur eine Person ein Übersetzungsfehler aus dem hebräischen ist? Gott ist vieleicht eine Organisation! Das würde nämlich vieles erklären. Unter anderem wäre schon durch die Schöpfung als Ebenbild von G.O.T.T klar, wie unsere Freiheiten aussehen: Wir haben die Freiheiten sozialer Wesen.

Vieles lässt sich so einsichtig erklären. Die Schlange war ein Mitglied von G.O.T.T welches wohl das Dogma, uns vom Baum der Erkentnis fernzuhalten untergraben wollte. Wahrscheinlich wurde es dann rausgeworfen, ging zu den Griechen und hat dann dort goldene Äpfel verteilt um sich beliebt zu machen.

Auch dass man den Sündenfall später Eva in die Schuhe schob (obwohl sie nachweislich keine hatte) lässt sich so erklären: Das war kein einzelner, der seine Meinung änderte, sondern G.O.T.T wollte den Eindruck, jemand von ihnen hätte einen Fehler gemacht, abschwächen.


   
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(@Anonym)
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Beigetreten: Vor 1 Sekunde
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ich glaube wir haben alle eine falsche Vorstellung von Gott ....


   
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(@merry)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 200
 

Den Gedanken, dass Gott eine Organisation sein könnte, find ich total spannensd: Er ist nach kath. Lehre ein Wesen in drei Personen. Bei "Person" bin ich leicht versucht, an "Mensch" zu denken, aber es gibt ja auch noch z.B. juristische Personen, also Vereine, und da hat man es sofort mit einer Art Organisation von mehreren "Einzelpersonen" und evtl noch anderen jurist. Personen zu tun. Ich kann mir vorstellen, dass Gott Gemeinschaft ist.


   
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(@jizmack)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 80
 

Religion ist heilbar - fast zumindestenz.

Zur Religion gehöre leider auch Lebensregeln die ich ablehne. Keine Schweinefleisch essen, Kopftuch, Koscher oder nächsten liebe.

Was ich mag ist die Vorstellung vom Jenseits. Das es da noch etwas gibt und das es vielleicht mehr gibt als wir allgemeinhin annhemen.

Haben wir früher nicht die sonne angebetet oder Odin.Zeus und Ganesha.

Reliogion scheint den Menschen ja in die Wiege gelegt worden zu sein. Allew Kulturen haben eine religion und eine vorstellung vom jenseits.

Irgendwer muss damit mal angefangen haben, weil ich nicht glaube das Kinder die nie etwas über religion wußten plötzlich soetwas erfinden. diese mem muss sich irgendwann verbreitet haben, bis zum naturvolk und bis zur hochkuktur.

Es ist der Zeitgeist in dem ich lebe, das ich den einen gott anbetete und die hände dabei falte. vielleicht sieht es später mal anders aus.

Ist atheismus doch auch nur ein glaube. bewiesen haben die jedenfalls gar nichts.

Ich glaube zwar an gott und ans jenseits - aber mit religion will ich nichts zu tun haben. auch sind mir die propheten zu wieder.

gruß

jiz


   
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