Trainerausbildung Teil 1 - Review

01 Apr 2014 00:56
Mark Oswald
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #7

Julian schrieb:

"Neugier -> Nein, sowas macht man nicht -> Sowas würd ich sofort machen, verklemmt wer sowas nicht macht -> Ausprobieren"


Ups, nein, dabei will ich doch widersprechen.
Ich arbeite viel mit Landkarte/Gebiet und bin der Meinung, keiner soll sich ein Urteil über die Vorlieben von anderen Menschen anmaßen. ABer ich würde niemals eine sexuelle Praktik in den Kontext eines "Verklemmt, wer sowas nicht macht" stellen. Damit würde ich das Verhalten bewerten.

Gerade in der Sexualität gibt es viel zu viele Werte. Stell Dir z.B. vor, jemand streng gläubiges würde diese Strategie "abbekommen". Autsch!

Das ist das was ich mit dem "persönlich arbeiten" meine.
Ist aber eine interessante Frage: Wo und wann habe ich Anker für "Konzentration" und "Neugier" gesetzt?

Alles Liebe, Julian!


Ich darf an meinen Analysetools für Programmierungen arbeiten.

Loop 1:
Der Hitachi x3000, bei dem jedem außer dir und dem sadisten unklar war, worum es sich handelt. Du hast dich auch offen geweigert gleich zu erklären was das ist.
Damit hast du in meinen Augen Neugier elizitiert.

Loop 2:
Dann bist du weiter gegangen und hast davon erzählt, wie irgendwer für seine sexuelle neugier abgeurteilt wird. In meinen Augen hast du damit eine Interne Blockstrategie angepaced
(Meine Erinnerung ist nicht mehr Glasklar)
-> Sowas macht man nicht.

Loop 3:
Dann der Knaller: Ein Mädel schämt sich total und es kommt raus, sie schämt sich dafür dass sie oben liegen will
-> Damit hast du mMn ein "Was, das würd ich doch sofort machen elizitiert

Loop 4:
Da gings dann darum irgendwas auszuprobieren und du hast glaub ich auch das Gerät von Loop 1 erklärt.
-> Ausprobieren

Meine Grundannahme ist, dass das Unterbewusstsein diese 4 Schritte miteinander verknüpft und daraus eine art Strategie zusammenbastelt, die ich beschreiben würde als:

"Wenn ich auf etwas neugierig bin,
und mein moralisches System sagt sowas macht man nicht
dann brech ich die Konditionierung erstmal auf
und schau ob ichs probieren möchte"

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01 Apr 2014 01:09
Julian
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #8

Der Hitachi x3000, bei dem jedem außer dir und dem sadisten unklar war, worum es sich handelt.


Man, wer das liest, was glaubt der über das Seminar.
Sicherheitshalber als Ergänzung: Das waren Pausengespräche.
Und "der Sadist", das war so etwas wie ein Spitzname, und dieser war "Der nette Sadist".

Der Hitachi x3000 heißt nicht x3000 sondern "Magic Wand".
Hier ein Amazon-Link:

www.amazon.de/Orginal-Spannungsumwandler...s=hitachi+magic+wand

Was die Analyse angeht:
Klasse! Jup, genau so kann das sehr gut funktionieren.

Aber Du musst jetzt stark sein:
Ich habe das NICHT so geplant.

Klar kann man jetzt sagen "Du hast unbewusste Kompetenz" oder so etwas.
Doch nein ... ich will mir hier keine Loorbeeren anziehen für Dinge, die ich nicht so mache. Wenn es Glück war, dann war es Glück.
Und dann ist es nichts zum "loben" sondern einfach etwas um sich zu freuen.

Sprich:
Ja, funktioniert so, doch wenn ich das Lob annehmen würde wäre das vermessen.

Alles Liebe, Julian!

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01 Apr 2014 01:10
Julian
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #9
PS: Der Magic Wand ist in wirklichkeit ein reiner "Massagestab" und als solcher wird er auch vermarktet.
Es war nie geplant, ihn im Erotik-Bereich zu platzieren, doch genau da ist er schnell berühmt geworden.

Das macht das Amazon-Angebot so lustig:
Da wird ein Massagestab für den Nacken angeboten, und die hälfte der Rezensionen ließt sich "schlüpfrig".
*lach*

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01 Apr 2014 12:59
JanP
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #10
Review:

Meine Erwartungshaltung vor dem Besuch dieses Seminars war wie folgt (SOLL):
- Nettes Wochenende verbringen
- Julian Wolf kennen lernen
- paar Skills und Tips für das Sprechen und Agieren vor Gruppen
- am Sonntag eine Aufstellung angucken (und Vorurteil bestätigen:-)

IST:
Freitag:
Ein Erlebnis am Freitag Abend hat mein Hirn geflasht. Dieses Erlebnis hatte tiefgreifende Wirkung.
1a. Ich habe Einsteins "Zeit ist relativ" erlebt und verstanden. Der "Moment" währte nur wenige Sekunden auf der Uhr, dauerte trotzdem eine Ewigkeit.
1b. Die Ratio Struktur / Vernunftoperatoren in meinem Hirn wurden extrem stark beeinflusst und teilweise aufgelöst. Damit komme ich auch am heutigen Dienstag noch nicht ganz zurecht.
1c. bei google habe ich keine befriedigende Info dazu finden können.

Im Seminarraum war eine hohe Energie spürbar. Bis zu diesem Seminar konnte ich sowas noch nicht mal schreiben.
Etwas in mir möchte auch nicht das ich das schreibe. Mach ich trotzdem.

Samstag:
Die klassischen Übungen zu Zielen/Werten wurden irgendwie anders ausgeführt. Tiefgreifender und ...... mir fehlen die Vokabeln zur Beschreibung.
Gefühlt (schon wieder) gab es keine Pausen, sondern ein permanentes arbeiten an sich selbst und mit anderen. Angeleitet durch wirklich großartige Trainer und Coaches wurden an diesem Samstag Blockaden und Verhaltensmuster wie nebenbei aufgelöst. Gleichzeitig bisher nachrangige Werte und Verhaltensmuster positiv verstärkt.
An meine Trainer und Trainingspartner an dieser Stelle ein herzliches Danke!

Sonntag:
Ihr habt es selbst gesehen. Was soll ich sagen, meine Vorurteile über die Aufstellungsarbeit wurden nicht belegt. Im Gegenteil, sie wurden aufgelöst. Ja, es wurden Esel zum Schlachter geführt. Nicht schlimm. Heute kann ich damit umgehen. Und wieder waren Emotionen da, bis dahin habe ich diese nicht oft benutzt / gefühlt.

Fazit:
Gibbs Rule #39 "There is no such thing as coincidence." wurde bestätigt. Dieses Wochenende hat mich nachhaltig verändert und tut es auch heute noch. Und das ist gut so.

Erwartungshaltung:
- Nettes Wochenende verbringen
Das Wochenende war nicht nett. Es war anspruchsvoll, voller Energie und Emotionen und mit vielen großartigen Menschen. Danke.
- Julian Wolf kennen lernen
erledigt. :-)
- paar Skills und Tips für das Sprechen und Agieren vor Gruppen
übererfüllt
- am Sonntag eine Aufstellung angucken (und Vorurteil bestätigen:-)
Fail. und zwar total.


Vielen vielen Dank!


PS: Meine Frau (Dipl.-Ing.) möchte nicht das ich noch weitere Seminare mit Euch mache.

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02 Apr 2014 13:30
Huettie
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #11
Hallo zusammen,

das war ein spannendes und sonniges Wochenende. Es ist immer wieder schön im Much. Einfach ein kurzurlaub Urlaub mit netten Menschen. Und mein Kopf rattert immer noch.

Bei Dir Mark habe ich gerade ein Bild im Kopf von so einem Blechspielzeug mit einem Schlüssel im Rücken. Das wurde am Wochenende voll aufgedreht , auf den Boden gesetzt und rennt jetzt volle pulle los. Deine Analyse sind schön zu lesen und mache im Nachgang noch einiges klar.

Wahrscheinlich ist es bei Julian wie bei einem Richard Clayderman oder ein David Garrett. Schlecht spielen geht nicht. Für Julian ist das nach so langer Zeit einfach drin. Da sieht es für aussenstehende so aus als ob gearbeitet wird dagegen mach er pause.

Nach Birkenbihl würde ich sagen: Da ist ein ziemlich grosse Autobahn bei Julian im Kopf und bei mir/uns wahrscheinlich nur ein Trampelpfad. OK bei manchem vielleicht schon eine Landstrasse :woohoo:

Insofern spannend was da so alles unbewusst/unterbewusst passiert. :silly: Und vor allen was Du da alles gesehen hast. Ich hab da wohl nur Pause gemacht. :P

Und Jan wir möchten schon das Du nochmal kommst. :cheer: Bringe Deine Frau einfach mit ;)
Selten habe wir (Heike / Ich) so gelacht bei einem Resumee. Ich wünschte manch einer den ich kenne wäre so offen für neues.

Gruss Dirk

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03 Apr 2014 05:01
Julian
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Trainerausbildung Teil 1 - Review #12
Hi allerseits,

aus der Trainer-Sicht möchte ich mal dezent darauf hinweisen, daß "Trainer-Sein" auch heißt, so zu kommunizieren, daß man da auch durchblickt.

1) Mark packt viele Anmerkungen rein ohne sie genauer zu erläutern.
Auch auf Nachfragen kommen viele unspezifische Beschreibungen.

Dazu werden Infos unterschlagen, die ein sehr verzerrtes Bild abgeben. Zum Beispiel spricht er von "dem Sadisten". Ich denke, daß das adjektiv "nett" in dem Namen schon wichtig ist. Darüber hinaus weiß außerhalb von dem Semianr niemand, daß dies eine Bezeichnung war, die wir benutzt haben. Manch einer könnte sich vorstellen, daß da jemand in Lack und Leder mit dabei war ...

2) Jan hat es gut aufgebaut
Im Laufe des Beitrags hat er aber mehr und mehr Infos verschluckt und sich darin verloren, eher im Milton-Modell zu sprechen.
Dazu kommt, daß Menschen nunmal gerne "blickkontakt" aufnehmen, ein Gefühl des "persönlichen Bezugs" haben. Gerade das fehlende Profilbild lädt nicht gerade zum Lesen ein.

3) Dirk (Huettie) wie immer im großen Durcheinander
Es ist schon völlig okay, Dirk, wenn in Deinem Kopf großes Durcheinander herrscht und Du es mit Menschen teilst, die das nachvollziehen können. Aber ... hier im Forum?
Die Bilder, die Du aufbaust, sind richtig schön, und doch fehlen klare Infos und Fakten. Es bleibt bei einem "spannenden Wochenende", bei einer Autobahn und zwei Musikern. Wo sind die Verbindungen?

Mir geht es für Euch um zwei Dinge:

a) Ich möchte nicht, daß Ihr zu den Trainern werdet, die in der Gegend rumlaufen und dauernd sowas sagen wie "Boah, das war heftig" und das ganze aber nichts weiter sind als Sprechblasen wie aus einem Comicheftchen. Es ist leicht, etwas einfach hochzuloben bzw. sich selbst einfach hochloben zu lassen. Hier will ich die kritischen Geister rufen, die "Schattenseiten" der Trainer-Szene.

Und es gibt mehr als genug zu erzählen, von dem Wochenende, das über "Wow" und "Autobahn" und "Erwartungen übertroffen" hinausgeht. Beispiele:

-> Fokus auf "Negatives", Schattenseiten
-> Ziele als Trainer
-> Arbeit mit Identität/Logische Ebenen lt. Dilts (da ist z.B. auch der "nette Sadist" mit dabei)
-> Krieger, König, Diener
-> (...)

Wirklich inhaltlich hat bisher noch keiner was aufgegriffen.

b) Ich möchte, daß Ihr lernt, so zu kommunizieren, daß auch Außenstehende folgen können.
Nicht einfach nur aus Begeisterung mitreißen, sondern auch klar faktisch überzeugen können.

Mark ist da ja das beste Beispiel: Er kann aus reinem Rapport-Aufbau und Selbstbewusstsein viele Menschen mitreißen. Andere gibt es, die extrem viel inhalt mitkriegen, ohne das groß zu äußern. Dennoch ... beides gehört zusammen.

Der Aufbau gerade in der Kommunikation nach außen muß aber sein:

-> Mit Fakten den Rahmen aufbauen
-> Mit Emotion die Begeisterung übertragen

Wenn Ihr rein mit der Emotion anfangt, dann wirkt das eher nach Guru-Tum.
Und Gurus gibt es schon genug. Gute Trainer dagegen nicht.

Ich möchte vorschlagen, daß Ihr, so Ihr denn was lernen wollt, ganz klar reflektiert, und zwar in einer Form, die auch für Außenstehende zugänglich ist. Das führt nämlich auch zu Selbstverpflichtung.
Dafür gedacht ist der Blogbereich auf Psychopragmatik.de:
www.psychopragmatik.de/erfahrungen

Dort gibt es eine Kategorie "Trainer-Ausbildung".
Denkt bitte an folgendes:
  1. Bereichte mit Bildern, korrekten Satzstellungen und Absätzen sind einfach transparenter/lesenfreundlicher
  2. Bitte NICHT mit Word vorschreiben und kopieren. Das führt in´s Chaos wegen der Word-Steuerzeichen.
  3. Es ist sehr wertvoll, in regelmäßigen Abständen "zurückzublicken" und einen Deiner älteren Beiträge zu lesen. Du wirst einerseits mitbekommen,w ie sehr Du Dich entwickelt hast, andererseits auch daran erinnert, was Du evtl. Vergessen hast
  4. Es ist sehr wertvoll, wenn jeder auch die Entwicklung der anderen mitbekommen kann. Davon profitieren alle.

Also, los geht´s.
Nicht nach dem Motto "ich blubbere mal drauf los", sondern ernsthaft!

Alles Liebe, Julian!

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