Das magische Licht

10 Nov 2006 23:34
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KatjaG
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Das magische Licht #1
Hallo,
wie einige von euch schon wissen, habe ich an einem Fantasy-Schreibwettbewerb teilgenommen. Die Geschichte folgt unten, da die Datei für einen Anhang zu groß ist.
An dieser Stelle ein riesengroßes DANKESCHÖN an alle, die mich kräftig beim Finden der Namen unterstützt haben!!! Ihr wart mir eine große Hilfe! :5:
Viel Spaß beim Lesen!
Liebe Grüße
Katja
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[FONT="]Das magische Licht[/FONT]

[FONT="]„Bewahre ihn gut, denn du wirst seine Bedeutung noch kennen lernen und er wird dir eines Tages nützlich sein.“ Es waren die letzten Worte der Elfe. Sie übergab mir einen einfachen Kieselstein und starb. Getötet durch das Schwert eines Zwerges und die Hand eines Menschen sank sie zu Boden. Ich bin die Elfe Fayara und ich erzähle euch eine Geschichte, die die Welt der Elfen, Zwerge, Menschen und aller anderen Geschöpfe für immer verändern sollte...[/FONT]

[FONT="]Es war schon viele hundert Jahre her, dass Elfen, Zwerge und Menschen friedlich miteinander lebten. Die Menschen trauten sich irgendwann nicht mehr in die unterirdischen Städte der Zwerge und sie kannten den Weg in unseren Elfenwald schon längst nicht mehr. Und so kam es, dass ihre Erinnerung an andere Völker verblasste. Die Zwerge hielten nichts vom Anmut der Elfen, ihrer Magie und der Schönheit der Natur und es war ihnen gleichgültig, was mit dem Menschenvolk passierte. Uns Elfen dagegen war die Lebensweise der Zwerge in ihren Bergen zuwider und die weisesten der Menschen, die wenigen, denen das Geheimnis unseres Volkes anvertraut worden war, weilten nicht mehr unter den Lebenden.[/FONT]
[FONT="]Doch nicht alle Menschen hatten vergessen, dass es Leben außerhalb ihres Volkes gab; [/FONT]
[FONT="]seit gut zwei Jahren herrschte nun König Rarothüber die Menschen. Er war ein grausamer, mächtiger, machthungriger und vor allem kluger Diktator, der seine Feinde stürzte, Dörfer niederbrennen ließ, plünderte und tötete. Sein Ziel war es, die Zwergenstämme zu unterwerfen und die Elfen zu unterdrücken, um der unsterbliche Herrscher über Alles zu werden. Rarothstellte so ein gewaltiges Heer auf, darunter waren mächtige Zauberer und Dämonen.[/FONT]

[FONT="]Unterdessen lebten wir Elfen friedlich und im Einklang mit der Natur im Lande Unamonda,welches sich zusammensetzt aus der Menschenwelt, mit ihren vielen Feldern, unzähligen Höfen, zahlreichen Städtchen mit Schlössern, Burgen und Häusern, dem Zwergengebirge Mi’Neda, in denen die Zwerge in ihren bis unter die Erde hinabreichenden Städten und Höhlen leben und sich an der Kunst des Waffenschmiedens üben. Sie sind ein kriegerisches, trinkfreudiges, langlebiges Volk, das Gestein aller Art zu pflegen und verarbeiten weiß. Und nicht zuletzt dem Elfenwald Lemuria, wo wir Elfen, ein friedfertiges, jedoch edles und stolzes Volk von unbeschreiblicher Schönheit, leben. Gegenüber den Menschen und Zwergen altern wir nicht und werden auch nicht krank, sondern können nur durch Gewalt ums Leben kommen.[/FONT]
[FONT="]Ich bekam wie jeder Elf und jede Elfe eine Ausbildung im Bogenschießen und Schwertkampf. Außerdem studierten wir allerhand lehrreicher Schriften.[/FONT]
[FONT="]Unsere Königin war die Elfe[/FONT][FONT="]Daliria[/FONT][FONT="]. [/FONT][FONT="]Sie war 2.148 Jahre alt! An ihrer Seite regierte ihr Gemahl, der 1.964jährige Elf Tel'Kinthar.[/FONT][FONT="]Unse[/FONT][FONT="]re Älteste, Luthien, lebte sogar schon seit 9.713 Jahren! Sie ist weit über die Grenzen des Elfenwaldes als die Weiseste und Klügste aller Elfen und als Seherin bekannt. [/FONT]
[FONT="]Durch Lemuriafloss der Fluss Jartih.Am liebsten hielt ich mich in der Einhornhöhle auf, wo die edlen Tiere früher gelebt haben sollen. Die Zeit der Einhörner war schon längst vergangen und alles was wir über sie wussten, stammte aus alten überlieferten Schriften und den Erzählungen Luthiens. Sie war die einzige Elfe unseres Volkes, die, bevor das letzte ihrer Art ausstarb, jemals ein Einhorn gesehen hatte und noch lebte. Die Einhornhöhle war für mich ein Ort der Ruhe und jedes mal, wenn ich mich dort aufhielt, konnte ich noch die magische Energie spüren, die von diesen edlen Geschöpfen einst ausging.[/FONT]

[FONT="]Eines Tages prophezeite die Älteste unserer Königin: „Ich sehe den mächtigen König der Menschen. Uns droht Gefahr!“ Am darauffolgenden Morgen trat der Späher Visorianzu Daliria, verneigte sich und sprach: „Meine Königin, der Sohn des Menschenkönigs ist bei einem Ritt in die Berge von Mi’Neda verunglückt. Die Zwerge schwören, dass es ein Unfall war. Doch Antharesist schwer verwundet. Er schwebt in Lebensgefahr, ist zu schwach zum Reden und selbst die besten Zwergenheiler können nichts für ihn tun.“. „Was genau ist passiert?“, fragte Daliria.„Nun, der Zwergenkönig Tanrar berichtet, dass der Prinz die marode Brücke über der Schlucht Sadora benutzte, obwohl er gewarnt worden war, stattdessen einen Umweg zu nehmen. Es ist ein Wunder, dass er diesen Absturz überhaupt überlebt hat!“ Die Elfenkönigin schwieg lange. Ihre Erscheinung von unbeschreiblicher, ja ätherischer Schönheit schien jetzt durchsichtig, fast nur noch ein Hauch und es war ihr offensichtlich anzusehen, dass die nachdachte. Dann – und schienen Stunden vergangen zu sein – befahl sie: „Ruft mein Volk zusammen! So wie ich König Rarotheinschätze, wird er die Gelegenheit nutzen, den Zwergen erheblichen Schaden zuzufügen. Und wenn es erst einmal so weit ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass sein Heer in den Elfenwald einfällt. Äußerste Eile tut Not!“[/FONT]
[FONT="]So kam es zur großen Versammlung, in der uns [/FONT][FONT="]Daliriawarnte. Wir rüsteten uns alle zum Kampf.[/FONT]
[FONT="]Und tatsächlich bewahrheiteten sich die düsteren Vision der Seherin und die Vermutungen der Königin leider schon in den nächsten beiden Wochen. Der Zwergenbote Fratux bat im Namen des Königs um Zuflucht. Immer mehr Zwerge flohen zu uns nach Lemuria.Trotz des Zwiespalts, der zwischen unseren Völkern bestand, kämpften wir nun gemeinsam. Wir erfuhren, dass ein gewaltiges Menschenheer Mi’Neda gewaltsameingenommen und geplündert hatte. Ein Asyl Tanrars, des Zwergeskönigs stand unmittelbar bevor. Wir richteten uns auf eine riesige Flüchtlingswelle und einen darauffolgenden grausamen Krieg ein.[/FONT]
[FONT="]Raroth[/FONT][FONT="]fiel wenige Tage später in [/FONT][FONT="]Lemuriaein. Der Gegner war stark und die Lage schien von Tag zu Tag aussichtsloser und die Verluste auf beiden Seiten wuchsen. Wir Elfen wurden immer weiter in den Wald zurückgedrängt. Am siebten Tag des Kampfes schaffte es Raroth zu Luthienvorzudringen und er hieb ihr mit triumphierenden Blick vor den Augen des ganzen Elfenvolkes sein Schwert, dass er den Zwergen gestohlen hatte, in die Brust. Jeder einzelne Elf, jede einzelne Elfe hielt vor Erschütterung den Atem an. Siegessicher zogen sich die Menschen in ihr Lager zurück, um nun den letzten Zug zu planen. Die Erschütterung wich tiefer Trauer. Ich kniete mich nieder, an die Seite der Ältesten. Sie keuchte. Mit letzter Mühe übergab sie mir den Stein. Dann starb die Elfe, getötet durch Zwergenschwert und Menschenhand.[/FONT]
[FONT="]Wir zogen uns in die letzten königlichen Wälder zurück. Es gab keine Hoffnung mehr, wir waren verloren. Niemand sprach es aus, doch alle wussten es.[/FONT]
[FONT="]Dennoch stand fest, dass wir bis zum bitteren Ende kämpfen werden. So ging die Schlacht ohne auch nur einen Funken Hoffnung weiter. Es war Nacht. Ich entging um Haaresbreite einigen schweren Angriffen. Daliria, die in meiner Nähe kämpfte, schrie: „Fayara,deine Gedanken kreisen an völlig fremden Orten. Du läufst dem Feind ins offene Messer! Geh und ruh dich aus, es ist hier zu gefährlich für dich – Geh!“[/FONT]
[FONT="]Ich zog mich also zurück. Tatsächlich war ich benommen, was die Worte der Ältesten zu bedeuten hatten und was das für ein mir nützlicher Stein sein sollte, der so gewöhnlich schien. Außerdem war ich noch immer wie versteinert über Luthiens Tod. Meine Gefühle von Schmerz, Verzweiflung und Wut, die ich an jenem Tag hatte, werden sich niemals in Worte fassen lassen. Ich ging, wie so oft, wenn ich Schmerz empfand, zu meinem Ort der Zuflucht, der Einhornhöhle. In meiner Tasche konnte ich den Stein fühlen. Ich legte ihn in meine Hand und weinte bitterlich. Plötzlich geschah etwas mir Unerklärliches: Der Stein fing an zu leuchten. Es war anfangs ein schwaches Leuchten, dann wurde es stärker und lichterfüllter. Es erhellte die Nacht, blendete mich. Ich kniff die Lider zusammen und als das Licht erstarb und ich sie wieder öffnete, traute ich meinen Augen nicht: Vor mir stand, so schön wie unsere Königin das edelste Geschöpf, das ich jemals gesehen habe. Es war ein schneeweißer, stolzer, strahlender Einhornhengst! Ich konnte es nicht fassen. Die Einhörner galten als ausgestorben! Deutlich spürte ich die magische Kraft, die von dem Tier ausging. Und nun erklang von weit her, wie im Schlaf, die Stimme der Ältesten: „Fayara,der Stein ist der Schlüssel zur Rettung. Doch nur durch deine Macht konnte er ein solches Wunder bewirken. Es ist noch nicht verloren, Fayara, rette dein Volk!“ [/FONT]
[FONT="]Plötzlich fühlte ich mich hoffnungsvoll und entschlossen. Ich schwang mich auf den Einhornhengst und ritt auf ihm dem Schlachtfeld entgegen, wo ich von Weitem die Kämpfe toben sehen konnte. König Rarothstand nun Königin Daliriagegenüber, sie war entwaffnet und er bedrohte sie mit dem Schwert. Eine Sekunde noch, und ihr Haupt würde durch jenes Schwert, dass schon einmal einen Tod bewirkte, der uns alle erschütterte, getrennt. Als wir eintrafen, erstarrte die Menge. Alle Geräusche froren ein. Alle Kriegerinnen und Krieger erblassten vor Erstaunen und Bewunderung. Einige sanken ehrfurchtsvoll auf die Knie. Der Krieg erstarrte. Die Zeit schien stillzustehen. Das Einhorn machte vor meiner Königin und dem Feind Halt. Ich stieg ab. Das Tier bäumte sich gegen den Feind auf und stieß ihm das Schwert aus der Hand. Auf einmal erschien wieder jenes Licht. Doch diesmal ging es direkt vom Einhorn aus, statt von dem magischen Stein.[/FONT]
[FONT="]Die menschlichen Krieger waren wie verzaubert und entwaffnet. Alle Elfen, alle Zwerge durchströmte jedoch eine unglaubliche Macht. Sie bekamen neue Kraft, Hoffnung und Zuversicht. Nun waren wir dem Feind überlegen. Rarothlag am Boden, umzingelt von Zwergen und Elfen, allen voran Daliria.[/FONT]
[FONT="]Die rabiatesten der Zwerge forderten den Tod des Königs: „Soll er hängen, soll er baumeln – lasst uns saufen bis wir taumeln!“[/FONT]
[FONT="]Doch das Herz unserer Königin entschied anders: „Verlasse den Elfenwald!“, sagte sie kühl und edel zugleich. „Verlasse Unamondaund kehre niemals zurück! Wirst du das Land jemals wieder betreten, droht dir großes Unheil.“ Damit wurde Raroth in ein einsames Gebiet jenseits des Landes gebracht. Einige Zwerge brummten enttäuscht, sagten aber nichts. Andere bewunderten die Gutmütigkeit und den Stolz Dalirias.[/FONT]
[FONT="]Nun befahl die Königin: „Bringt mir Anthares!“ Der Verwundete wurde also zu ihr getragen. Neben ihnen stand noch immer das Einhorn. Es legte sich nieder und aus seinen Augen tropften zarte, silberne Tränen in die Wunden des Antharesund heilten ihn. Als er sich einigermaßen erholt und aufgerichtet hatte, erzählte er, was passiert war: „Ich konnte die Machenschaften meines Vaters schon lange nicht mehr ertragen. Doch mit dieser Meinung lebte ich bei ihm gefährlich. Daher machte ich mich auf den Weg, um Zuflucht bei den Zwergen zu suchen. Ich wurde tatsächlich gewarnt, die Brücke zu umgehen. Doch der Umweg hätte mich zu viel Zeit gekostet. Ich stürzte hinab und wurde ohnmächtig. Die Zwerge retteten mich und nahmen mich auf.“[/FONT]
[FONT="]Antharessetzte sich für das Zusammenleben der Elfen und Zwerge mit den Menschen ein. Seitdem besteht ein Bund zwischen den drei Völkern wie es ihn seit Zehntausenden Jahren nicht mehr gegeben hatte.[/FONT]
[FONT="]Der Einhornhengst verblasste allmählich und verschwand schließlich, denn seine Arbeit war vorerst getan. Doch ich hoffe, dass ich ihn eines Tages zurückrufen kann, vor allem, wenn uns noch einmal große Gefahr drohen sollte.[/FONT]
[FONT="]Ich zweifle daran, dass [/FONT] [FONT="]Rarothsein Wort halten wird. Es ist ungewiss, ob er nicht irgendwann zurückkehren wird, um zu vollenden, was er begonnen hat... [/FONT]

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13 Nov 2006 20:15
Kathrins Avatar
Kathrin
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Das magische Licht #2
hallo schnecke,
ich find die story super! Schön, dass so viele geholfen haben!

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14 Nov 2006 22:51
Bettinas Avatar
Bettina
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Das magische Licht #3
Hi Katja,

:26: richtig tolle Geschichte!

Und wenn du dann mal ein Buch herausbringst...ich hätte gerne ein Exemplar...handsigniert versteht sich :3:

Toi toi toi für den Wettbewerb!!

Liebe Grüße, Bettina

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