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Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
„Zum Glück nur Aids“ – Krisen als Chance?
Auszug aus meinem 112 seitigen Manuskript: „Zum Glück nur Aids“, Krisen als Chance. Ein Buch über Krisen als Wegweiser.
Der „unbequeme“ Weg zum Glück. © Ralf Jantzen
Am 14. Januar 2000 wurde ich per Krankenwagen in Begleitung meiner Frau mit Aids im letzten Stadium und kümmerlichen 16 verbliebenen Helferzellen ins Krankenhaus gebracht. Abgemagert von fast 80 auf 48 Kg. Im Beipack eine Lungenentzündung, die drei Tage später zum Tode geführt hätte. Apathisch nahm ich, soweit ich noch konnte, die Dinge um mich herum zur Kenntnis. Ohne Angst, ohne Teilnahme. Als wäre es in Ordnung und müsste so sein. Völlig anders und traumatisierend erlebte meine Frau diese bis dahin wohl dramatischsten Momente ihres Lebens. Panik, Angst, Schock. Aids. Der Wegweiser zum Tod. Die Gedanken stürzen ins Bodenlose. Wer alles ist betroffen? Was wird aus unseren zwei noch kleinen Kindern, damals sieben und neun?
Es kam alles anders. Meine Frau war nicht infiziert. Was uns anfangs wie ein Wunder erschien, stellte sich später als keine Seltenheit heraus. In den ersten Wochen noch sehr mühsam, berappelte ich mich schon nach wenigen Monaten mehr und mehr.
Das Leben hatte mich wieder.
Denn es war, aus heutiger Sicht und im Verhältnis zu manchem Krebs oder anderen unheilbaren Krankheiten,
„Zum Glück nur Aids“.
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Mein Leben bekam eine neue Dimension. Bewusster. Nichts blieb so, wie es früher war. Statt Erfolg und Leistung lernte ich Loslassen, geschehen lassen. Die Insolvenzverfahren brachten Ordnung in die Vergangenheit. Meine noch machbare Kunst und die jetzt mögliche Erwerbsunfähigkeit – Rente, stabilisierten das Finanzielle. Meiner Frau bot ich an, wenn sie, statt zu bleiben, lieber gehen wolle, so wäre das in Ordnung. Doch sie blieb. Einfach so. Unsere Beziehung war gewachsen. Reifeprüfung?
Mit wahrer Liebe, Optimismus, Dankbarkeit und der Freude am Leben, begann ein neuer Abschnitt. Es wurde die Basis für dieses Buch. Nicht ohne Krisen. Das gibt es nicht. Aber besser und echter.
Noch bis 1998/1999 war Aids verbunden mit der Vorstellung vom nahen Tod. Es waren die prägenden, dramatischen Bilder, die um die Welt gingen. Erst seit 2000 wissen wir, Aids kann erfolgreich behandelt werden. Schon lange bekannt ist, dass Aids nur durch ungeschützten sexuellen Verkehr und Blut übertragen werden kann. Hingegen beim Küssen, Speichel, Tränen, Schweiß, Urin oder gar bakteriell durch Luft, Wasser oder körperliche Nähe, Umarmung, ist eine Ansteckung ausgeschlossen. Heute gibt es 25 wirksame Medikamente, weitere sind in der Erprobung. Mit dem sogenannten Medikamenten-Cocktail, einer zeitgleichen, regelmäßigen Einnahme von mindestens drei Wirkstoffen, verlängert sich die Lebenserwartung nach jüngsten Studien auf 50 Jahre. Damit ist Aids zwar weiterhin in letzter Instanz nicht heilbar, aber doch gut behandelbar. Zumindest dort, wo die Medikamente verfügbar sind. Als Originalmedikamente oder als „brauchbare“ Kopien aus China, Indien und anderen Ländern, indem sie die Patentrechte der westlichen Pharmakonzerne umgehen. Das gilt besonders für Afrika, dem Kontinent mit der höchsten Aidsrate.
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Aids - Wirklichkeit und Wahrheit
Aids ist eine Wirklichkeit. Weltweit. Doch inwieweit trauen wir uns, es auch als Wahrheit zu akzeptieren? Uns zu bekennen?
Statistisch gesehen gibt es in Deutschland ca. 50.000 „unsichtbare“ Betroffene, die in Behandlung sind. Bei fast allen, die mit Medikamenten versorgt werden, ist die Viruslast heute unter der Nachweisgrenze. Das ist ein großartiger Erfolg. Im Verlauf der Krankheit, die zumeist durch einen (anonymen?) sexuellen Kontakt beginnt, steigt die Viruslast langsam aber unaufhaltsam. Im Laufe von drei bis acht Jahren klettert das HI-Virus auf Millionenhöhe an, bis das Immunsystem seinen Geist aufgibt. In der Endphase kommt es zu einer dramatischen Gewichtsabnahme. Es folgen Krankheiten wie eine Lungenentzündung oder ähnliches, die unbehandelt zum Tod führen.
Bei Behandelten passiert das genaue Gegenteil. Die Viren werden zum gegebenen Zeitpunkt mit einer Bombe von Medikamenten, in einer brutalen und vernichtenden Rosskur weitgehend gekillt. Das ist alles andere als lustig, doch so radikal, dass ihre Vermehrung im Körper abrupt gestoppt wird. Nur ein minimaler, kaum zu messender Anteil verbleibt. Die Viruslast ist jetzt „unter der Nachweisgrenze“. Dennoch erfordert es eine lebenslange, regelmäßige Kontrolle und sorgsame Einnahme von Medikamenten (Compliance). Am besten vergleichbar mit einer notwendigen Feuerwache nach einem Großbrand.
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Der Körper gewinnt wieder an Kraft. Das eigene Immunsystem baut sich einigermaßen wieder auf. Der Mensch kann in den meisten Fällen, bei sonst gesunder Lebensweise, seinen täglichen Aufgaben, vielleicht nicht mehr mit der früheren Höchstleistung, aber mit Freude am Leben wieder nachkommen. Selbst die Sexualität, als Symbol der Ganzheit, kehrt zurück.
Der „wiedergekehrte“ Mensch ist von der „Masse“ nicht zu unterscheiden. Er hat keinerlei Auffälligkeiten. An Aids wird er nicht sterben. Vielleicht am Herzinfarkt oder dem, was jedem anderen Menschen sonst auch widerfahren kann. Er ist wie du und ich. Nicht ansteckender als du und ich. Gibt es einen Grund ihm irgendwie anders zu begegnen als dir und mir?
Nach einer Schweizer Studie von 2007, die im Moment für großes Aufsehen und Diskussion sorgt, besteht sogar beim ungeschützten Sexualverkehr kaum noch die Gefahr einer Ansteckung, wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt.
Warum kommt hiervon so wenig in der Bevölkerung an? Ist das eine Möglichkeit, Aids quasi „auszutrocknen“? Vorausgesetzt, alle Betroffenen ließen sich weltweit, zumindest schon mal europaweit, behandeln. Das wiederum ist einerseits eine Kostenfrage, andererseits ist es eng mit der Frage verbunden, was können wir tun, um Aids zu „enttabuisieren“.
Die Wirklichkeit ist bekannt. Trauen wir uns auch die Wahrheit zu? Ohne die Diskriminierungsfalle zu befürchten? Den Job zu verlieren? Von Freunden und Familie, der Gemeinschaft, gemieden zu werden?
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Einer meiner Bekannten ist Schauspieler. Wir sitzen beide im gleichen Boot. Aids. Seine Situation ist mit meiner fast identisch. Wir trafen uns kürzlich nach einem seiner Theaterauftritte, als er meinte, das ewige „Versteckspielen“ würde ihn maßlos nerven. Er war wie immer braungebrannt und dank seiner sportlichen Betätigung wirkte er top fit, doch die Angst, was passieren würde, wenn seine Erkrankung publik würde, mache ihn fix und fertig. Die Angst, erkannt zu werden. Die Angst vor der Diskriminierungsfalle. Die Angst den Job zu verlieren. Die Angst um seine Familie und das Gerede drum herum.
Zynisch bemerkte er: „Du kannst besser an Krebs krepieren, als dich mit Aids zu outen“. Also einfach weiter tot schweigen? Das, was heute fast alle Betroffenen aus guten Gründen tun? Oder kennst du in deiner Nachbarschaft einen, der sich zu seinem Aids bekennt? Sei sicher, es gibt ihn, aber er traut sich nicht.
Der Homosexualität erging es früher ähnlich, bis ein Bürgermeister einer Weltstadt sich bekannte und sagte, er sei schwul und das sei gut so. Der Schritt von der Wirklichkeit zur Wahrheit. Darum geht es. Wenn wir es ernst meinen, ist jeder von uns aufgerufen, sich zu hinterfragen, wie viel Angst ist noch berechtigt?
Angst war noch nie ein guter Ratgeber.
Aids? Ja,
„Zum Glück nur Aids“.
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Aids – Schicksal, Drama oder Chance?
3. August 2008. In Mexico beginnt die Welt-Aids-Konferenz 2008. Das Radio bringt ein Spotlight einer jungen Frau, die Aids hat. Aufgewachsen als Berliner Großstadtkind, unter „schlimmsten“ Bedingungen, Opfer und am Rande der Gesellschaft. Mit dreizehn drogenabhängig. Jugendkriminalität, Alkohol, ohne Job und Schulabschluss. Irgendwann der Aidstest. Positiv. Und jetzt? Das Leben geht weiter, aber die Hardcore-Pillen damals in den 90er Jahren waren schrecklich. Schmerzen, Erbrechen, Qualen. Heute lebt sie von Hartz IV, verdient sich mit einem Aushilfsjob ein paar Euro hinzu. Ihr Aids und ihre Vergangenheit bleiben anonym.
Das ist der eine Teil der Aids-Wirklichkeit.
Mein „Schauspieler“, wie gesagt braungebrannt und ziemlich fit, ist ein anderer Teil der Aids-Wirklichkeit 2008. Beides ist die Wahrheit. Aber vom „Schauspieler“ kommt nichts im Radio. Warum? Passt mein „Schauspieler“ nicht in das Klischee, was die Öffentlichkeit erwartet? Ebenso wenig wie die Bilder von lebensfrohen Afrikanerinnen, die dank internationaler Hilfe und Medikamenten ihr Leben wieder in den Griff bekommen haben? Lassen sich mit solcherart erfreulichen Bildern keine Spendenkonten füllen? Können sich damit keine Promis als Wohltäter feiern lassen; lässt sich keine Aidshilfe finanzieren und lassen sich so auch keine Sponsoren für Kondom-Kampagnen finden?
Brauchen wir wirklich das Mitleid? Einerseits möchte ich Aids enttabuisieren, andererseits soll es nicht zu Unachtsamkeit und Leichtsinn verführen. Eine Gratwanderung, ich weiß.
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Verhinderung durch Abschreckung und Leid? Ich kenne keinen Bereich menschlichen Daseins, wo das nachhaltig funktioniert hätte. Weder bei der Todesstrafe, noch beim Verhindern von Verkehrstoten; nicht beim Alkohol und schon gar nicht im Bereich triebgesteuerter Sexualität.
Mitleid? Ich habe meine Zweifel. Ich bin für Auseinandersetzung; bin für Hilfe zur Selbsthilfe.
Mein Vater verlor im Krieg seinen rechten Arm. Fortan musste er mit „Links“ zurecht kommen. Und er kam es. Allein. Beim Essen, beim Autofahren, fast überall. - Das, was Wolfgang Schäuble am wenigsten ertragen kann, ist Mitleid. „Ach, Sie Armer, müssen im Rollstuhl fahren?“. Nein. Stattdessen sorgte er dafür, Straßen, Gebäude, Hotels, Verkehrsmittel, das öffentliche Leben rollstuhlgerechter zu gestalten. Er war es auch, der sich vehement für das Anti-Diskriminierungsgesetz einsetzte.
Akzeptanz statt Mitleid
Akzeptanz statt Ausgrenzung
Akzeptanz statt Richten und Bewerten
Die Akzeptanz des Unvollkommenen. Es liegt im Wesen des Menschen, unvollkommen zu sein. Das ist nicht als Ent-schuldigung, gemeint, sondern als Aufforderung zu mehr bekennender Verantwortung. Verantwortung für das zu übernehmen, was und wie es ist.
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Ich entscheide, inwieweit ich bereit bin, mich vom Gerede anderer beeinflussen zu lassen. Oft ist die Ursache simple Unwissenheit.
Wenn mein Kind die Läuse hat, wie gehe ich damit um? Obwohl jeder Apotheker weiß, wie harmlos Läuse sind und es mehr als hunderttausendmal passiert. Um Gottes Willen, Läuse und Aids sind nicht zu vergleichen. Aber unser Verhalten. Wie reagiere ich auf Aids? Mit dem Wissen von 2008? Aids als Gegebenheit in unserer Zeit, als Wirklichkeit? Ist Aids für Betroffene und die Gesellschaft DIE Chance, meine Reaktion, mein Verhalten zu hinterfragen? Es geht um viel mehr, als nur um Aids. Es geht um den Umgang untereinander. Um einseitiges Richten und Bewerten.
Finden wir über Aids zu mehr Offenheit, Akzeptanz, Toleranz, Versöhnung oder gar zu mehr Liebe? Akzeptanz von Minderheiten, von Schwachen, von Versagern, anders Glaubender, anders Denkender? Gibt es deshalb „Zum Glück (nur) Aids“?
Aids bekommt man nicht aus heiterem Himmel. Häufig ist Aids die Folge von Sex, außerhalb einer vertrauensvollen Zweierbeziehung. Ob nun als „Souvenir“ aus fernen Ländern oder als anonymer Sex im Milieu der homosexuellen Szene, wenn die Lust stärker ist, als die Vernunft. Das Immunsystem bricht zusammen. Der Mensch macht die Erfahrung, schwach zu sein, schwach sein zu dürfen. Ist das die Kernbotschaft für Betroffene? Die Chance, das Loslassen zu lernen? Liebe zu erfahren? Hingabe und Vertrauen zu lernen?
Dankbarkeit zu empfinden? Dankbar zu sein, für jeden geschenkten Tag? Unabhängig, ob es regnet oder ob die Sonne scheint?
Ist das nicht etwas Wunderbares?
© Ralf Jantzen, im August 2008
ralf.jantzen@t-online.de / www.tu-was.net
P.S. „Zum Glück nur Aids“ – Krisen als Chance?
Was drängte mich, dieses Buch zu schreiben?
Mit Tränen in den Augen erkannte ich in einem bewegenden Gespräch mit meinem Psychotherapeuten, was mich wirklich angetrieben hat, dieses Buch zu schreiben.
Es war das Bewusstsein, zu leben und dafür dankbar zu sein.
„Zum Glück nur Aids“, eine Krankheit, die heute viel von ihrem Schrecken verloren hat, war damals, bei meinem Zusammenbruch vor gut neun Jahren, besetzt mit Todesangst und der Angst, eine Familie auszulöschen. Kinder zu Waisen zu machen.
Jeder, der in Todeserwartung noch mal davon gekommen ist, kennt dieses Gefühl von Dankbarkeit. Allerdings ist Aids, im Unterschied zu anderen dramatischen und tragischen Ereignissen, nicht vorübergehend, sondern bleibend. Wer es hat, hat es für immer.
Sollte ich Aids bekommen, um zu erkennen, für jeden geschenkten Tag dankbar zu sein? Unabhängig, ob es regnet oder ob die Sonne scheint?
Mir wurde plötzlich bewusst, das war es, was mir die Kraft und den Willen gab, die Gesetze des Lebens zu ergründen, Krisen als Chance zu sehen und darüber ein Buch zu schreiben. Um anderen Menschen zu helfen, mit mehr Versöhnung und Loslassen, mit mehr Achtung vor der Schöpfung auch ihr Leben und ihre Krisen mit mehr Optimismus und mehr Vertrauen besser zu meistern.
Ein Leben mit mehr Bewusstsein, Verantwortung für das eigene Tun und mehr Dankbarkeit.
Ralf Jantzen
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
lieber ralf,
nachdem ich diese zeilen überflogen habe und sie mich schon jetzt bewegten, habe ich große lust, dieses buch in gänze zu lesen
wann und wo erscheint es?
lieben gruß und viel lebensfreude und -lust wünscht dir und deiner familie
steffi."Wenn Ihr arbeitet, seid Ihr eine Flöte,durch deren Herz sich das Flüstern der Stunden
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ralf jantzen (14. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Auch von mir tiefer Respekt. Hast Du einen Verleger gefunden?
Liebe Grüße Michael
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ralf jantzen (14. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ich bin tief beeindruckt und würde das Buch auch sehr gerne lesen.
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ralf jantzen (14. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Hallöchen Ralf

Ich weis daß es abgefahren klingt aber mit und durch Aids bist Du sehr gereift und selbst-bewußt geworden. Aids war und ist dein Katalysator und von großem Nutzen. Und weil es nicht einfach so verschwindet wirst Du wohl lebenslang so aufmerksam und bewußt sein.
Ich weis daß es abgefahren klingt aber So gesehen mußt Du dem Aids dankbar sein.
Deinen Text finde ich prima weil er neue Perspektiven zeigt und Mut macht. Deine Kern-Botschaft kommt rüber.
Ich kann gut nachfühlen wie schwer es erscheinen mag sich zu outen und doch fühle ich daß das der einzig richtige Weg ist. Denn die Angst vor Entdeckung nagt rund um die Uhr im Unbewußten ... was langfristig böse Folgen haben wird. Verdrängen hat noch nie funktioniert. Dazu sind wir Menschen zu schöpferisch. Wir können nicht nichts tun und nichts damit ereichen. Auch nichtstun ist letztendlich aktives Handeln. Und sind die Leute rundum nicht aufgeklärt dann kläre Du sie auf und gib ihnen was sie brauchen damit sie dir geben können was Du brauchst.
Ein bestimmtes Wort im Text schränkt ein. Es ist das Wort Akzeptieren.
Um Dich akzeptieren zu können muß ich dich zuvor verurteilt haben. Und genau das würde ich nie tun! Ich liebe Dich wie meinen Bruder (den ich nicht habe) Na ja vielleicht jetzt
Spiel dochmal mit deinem Text und ändere "ich will akzeptiert werden" sinngemäß in "ich will geliebt werden". Spürmal in die Veränderung rein.
Welche Strategien hattest Du zum Durchhalten?
Welche Rolle spielen dein Umfeld oder "innere Stimmen"?
Wann startest Du die Aufklärungskampagne?
Hast Du schon einen steuerlich förderbaren Verein gegründet?
Bist Du bereit fürs Fernsehen? Das kommt (aus eigener Erfahrung) oft schneller als Du glaubst
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ralf jantzen (14. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Ein großes Kompliment an dich, dein Buch und deinen Mut!
Ich kannm mich meinen Vorgängern nur anschließen.!!
Namasté CinderellaEin Freund ist jemand,der die Melodie deines Herzens kennt und dich daran erinnert,wenn du sie vergißt.
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ralf jantzen (11. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Auch wenn aus NLP-Sicht sehr viele Negationen imText enthalten sind glaube ich daß es in diesem Fall eine günstige Auswirkung auf das Pacing der Leser hat. Denn zu perfektes positives Formulieren weckt (meine Beobachtung) eher Mißtrauen.
Assoziertes Schreiben welches den Leser mit in die Rolle der Hauptperson zieht ist geeignet um Mitstreiter zu finden.
Quellenangaben implizieren wissenschaftlich korrektes Arbeiten
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ralf jantzen (11. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
Cooler Text! Danke dafür

Mir ist gerade noch zusätzlich was eingefallen.
Mein Arzt sagt mal was dass Menschen mit Krankheiten immer komisch umgehen. Ich hab dann etwas darüber nachgedacht und festgestellt dass in unserer Gesellschaft eine "Krankheit" als nicht-normal Zustand gesehen wird. Als Fehler. Überhaupt sind wir in der westlichen Welt ziemlich konzentriert auf Dinge die nicht normal sind.
Eine Trennung oder Scheidung ist nicht normal. Läuse zu haben ist nicht normal. Kopfschmerzen zu haben ist nicht normal. Ausgepowert zu sein ist auch nicht normal. Sich persönlich entwickeln wollen ist nicht normal. Nicht dem Erfolg hinterher rennen ist nicht normal.
Geld verdienen wollen ist normal.
Gesund sein ist normal.
Erfolgreich sein ist normal.
Monogamie und Ehe sind normal.
Dabei gehört krank sein auch mal zu Leben dazu. Es gehört auch dazu sich von der Krankheit wieder zu erholen... Dieses ständige "alle bringen Bestleistungen und funktionieren perfekt" ist schon fast die schlimmste Krankheit in unserer Gesellschaft.
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Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und vor allem sozialen Wohlbefindens
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Mark (10. August 2008), ralf jantzen (11. August 2008)
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AW: Zum Glück nur Aids - Krisen als Chance
In einem kann ich dir aus Erfahrung zustimmen!
Der Zustand, dass die Personen drumherum eine größere Herausforderung erleben als du oder in meinem Fall ich selber.
Ich hatte 1988 eine Kopfoperation, in welcher mein gesamter Schadel vergrößert wurde (öh nicht wegen eines überdimensionalem Gehirns, sonder Knochenwachstumsstörungen!). Es war ein Notop. und ich war 8 Jahre jung...
Ohne diese wäre es wohl nach einem halben Jahr vorbei gewesen...
Kurz nach der Op. war ich auch für eine Zeit lang klinisch tot...
Das bewusster werden im Leben und ein gewisses loslassen kann ich deshalb gut nachvollziehen!
Ich wünsche dir, dass du deine Erlebnisse für andere Nutzen kannst (und ja schon nutzt), dass du andere Menschen ansteckst.
Alles gute
Gruss
Thomas
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DeMike (10. August 2008), ralf jantzen (11. August 2008)
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